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Lokhas Samastha Sukino Bhavantu
18.02.2010
Sanskrit - Yoga Sprache
Sanskrit (संस्कृत, n., saṃskṛta, von sam „zusammen“ und kṛta „gemacht“, wörtl.: „zusammengefügt“, saṃskṛtā vāk: „zusammengesetzte Sprache“) bezeichnet die verschiedenen Formen des Alt-Indischen[1] und ist die Sprache der Veden und der klassischen indischen Kultur und spielt vor allem im Hinduismus eine wesentliche Rolle. Sie ist die klassische Sprache der Brahmanen und wurde erstmals von Panini im 4. Jahrhundert v. Chr. systematisiert.
Die Entstehung wird auf 1200 v. Chr. datiert, das zu dieser Zeit übliche Vedisch unterscheidet sich jedoch noch vom klassischen Sanskrit. Beim Sprachausbau des Hindi wurden sehr viele Sanskrit-Wörter verwendet. Sanskrit wird seit einigen Jahrhunderten hauptsächlich in Devanagarischrift geschrieben, gelegentlich auch in lokalen Schriften. (Das erste gedruckte Werk in Sanskrit erschien in Bengali-Schrift.) Es ist heute eine weitgehend tote Sprache, aber immer noch die heilige Sprache der Hindus, da alle religiösen Schriften von den Veden und Upanishaden bis zur Bhagavad-Gita auf Sanskrit verfasst wurden und häufig auch so vorgetragen werden. Auch für religiöse Rituale wie Gottesdienste, Hochzeiten und Totenrituale ist sie noch heute unerlässlich.
Beispiele für Sanskrit-Lehnwörter im Deutschen: Arier, Ashram, Avatar, Bhagwan, Chakra, Guru, Dschungel, Ingwer, Orange, Kajal, Karma, Mandala, Mantra, Moschus, Nirwana, Swastika, Tantra, Yoga.
Bedeutung und Verbreitung des Sanskrit
Für Indien spielt Sanskrit eine ähnliche Rolle wie das Latein für Europa oder das Hebräische für die antiken und heutigen Juden. Zahlreiche überlieferte religiöse, philosophische und wissenschaftliche Texte sind in Sanskrit verfasst. Die Rolle einer Sondersprache spielte Sanskrit schon im indischen Altertum. Sanskrit ist in Gegensatz zu sehen zu Prakrit, der damals gesprochenen Populärsprache, wozu auch Pali zählt. Obwohl beispielsweise viele buddhistische Texte in Sanskrit verfasst wurden, soll bereits Siddharta Gautama selbst die volkstümlichere Sprachvariante Pali bevorzugt haben.
Bei einer Zählung im Jahre 1981 gab es etwa 6.000 Menschen in Indien, die Sanskrit als Muttersprache angaben. Etwa 190.000 gaben es bei der Volkszählung 1961 als Zweitsprache an. Aktuelle Bemühungen gehen dahin, Sanskrit selbst als Lebendiges Sanskrit wiederzubeleben, auch indem neue Wörter für moderne Gegenstände entwickelt und junge Leute dazu motiviert werden, sich in dieser Sprache zu verständigen. Es gibt Zeitungen und Radiosendungen in Sanskrit. In den meisten Schulen der Sekundarstufe im modernen Indien (besonders dort, wo die Staatssprache Hindi gesprochen wird) wird Sanskrit als dritte Sprache nach Hindi und Englisch gelehrt.
Im Rahmen des Hindu-Nationalismus gibt es Tendenzen, in Hindi die Begriffe arabischen und persischen Ursprungs durch Sanskrit-Begriffe zu ersetzen und so die Sprache von Fremdeinflüssen zu „reinigen“. Diese Entwicklung dauert noch an, so dass die lexikalischen Unterschiede zwischen Urdu und Hindi größer werden.
Geschichte
Sanskrit ist in der Form des Vedischen die älteste der Indoarischen Sprachen. Aus ihm entstanden Sprachen wie Hindi, Urdu, Bengalisch, Marathi, Kashmiri, Panjabi, Nepalesisch und Romani. Vedisches Sanskrit (Vedisch) ist eine archaische Form des Sanskrit, in der die vier heiligen Veden der Hindus verfasst wurden. Vedisches Sanskrit unterscheidet sich von Klassischem Sanskrit in etwa wie Homerisches Griechisch von Klassischem Griechisch. Beide Sanskritversionen beinhalten eine große Anzahl an Wortentlehnungen aus den Dravidischen Sprachen. Zu ihren wichtigsten Unterschieden zählen:
Mindestens drei Phoneme des Vedischen Sanskrit sind verloren gegangen: der stimmlose bilabiale Frikativ (/ɸ/), der stimmlose velare Frikativ (/x/) und der stimmhafte laterale retroflexe Approximant (/ɭ/).
Der Modus Konjunktiv (Subjunktiv) taucht im Sanskrit nicht mehr auf.
Vedisches Sanskrit hatte ungefähr zwölf Möglichkeiten, den Infinitiv zu bilden; klassisches Sanskrit hat nur eine.
Sanskrit wurde im Gegensatz zum Prakrit als die reine und heilige Sprache bewertet und war immer eine Hoch- beziehungsweise „Literatur“-Sprache für religiöse und wissenschaftliche Themen. Viele Sanskrittexte wurden mündlich überliefert, bevor sie in späteren Jahrhunderten (oft erst im Mittelalter) niedergeschrieben wurden. Das gilt auch für die älteste erhaltene Grammatik zum Sanskrit von Panini, der bereits im 5. beziehungsweise 4. Jahrhundert vor Chr. in seinem Werk Ashtadhyayi die fast 4000 Regeln der Sanskrit-Morphologie beschrieb. In seiner ausgeklügelten Systematik entwickelte er die Konzepte der Phoneme, Morpheme und Wurzeln, die in die westliche Linguistik erst rund 2500 Jahre später Eingang fanden:
An erster Stelle stehen bei Panini die Vokale (a ā i ī u ū ṛ ṝ ḷ ḹ e ai o au), es folgen – nach der Artikulationsstelle – von hinten nach vorne die Konsonantenreihen:
1.Gutturale (oder Velare) (Kanthya, कण्ठय, kaṇṭhya),
2.Palatale (Talavya, तालव्य, tālavya),
3.Zerebrale (oder Retroflexe) (Murdhanya, मूर्धन्य, mūrdhanya),
4.Dentale (Dantya, ढन्त्य, dantya),
5.Labiale (Oshthya, ओष्ठ्य, oṣṭhya).
Am Ende der Liste stehen:
Halbvokale (ya, ra, la, va)
Zischlaute (śa, ṣa, sa)
Hauchlaut (ha)
Diese (auf der genauen Beobachtung der Artikulationsorte basierende) Systematik des Sanskrit wurde einige Zeit vor den indischen Schriften (Brahmi, Devanagari) entwickelt.
Verwandtschaft mit anderen Sprachen
Sanskrit gehört zum indoarischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und hat damit einen gemeinsamen Ursprung mit fast allen modernen europäischen Sprachen, aber auch mit den klassischen Sprachen wie Latein und Griechisch. Die Verwandtschaft kann beispielsweise illustriert werden mit den Worten für Mutter und Vater: matri und pitri im Sanskrit; mater und pater im Latein sowie mētēr (μήτηρ) und patēr (πατήρ) im Altgriechischen. Der Begriff yoga geht auf dieselbe Wortwurzel wie das lateinische iugum zurück (deutsch Joch).
Auch das lateinische Wort deus (Gott), (nicht aber das altgriechische theos, wohl aber der Göttername Zeus), entspricht dem Sanskritwort deva (Gott). Lateinisch „esse“ (sein) geht auf die gleiche indogermanische Wurzel wie das indische as (sein) zurück ; das Perfekt fuisse wie das englische be und das deutsche bin auf die gleiche wie Sanskrit bhu (ebenfalls „sein“). Mehr hierzu findet sich unter Indogermanische Wortwurzeln.
Bemerkenswert ist zudem die ähnliche Grundstruktur der Grammatik, etwa Geschlechter, Funktion der Kasus (Fälle), Tempora (Zeitgefüge), Modi: Zum Beispiel ist die Endung der wir-Form in der einfachen Gegenwart im Sanskrit -mah, im Latein -mus, im Altgriechischen -men, im Althochdeutschen -mes. Im Sanskrit sind alle der acht Fälle, die für die indogermanische Ursprache rekonstruiert wurden, erhalten geblieben (siehe bei "Grammatik").
Die Ähnlichkeiten zwischen Latein, Griechisch und Sanskrit spielten eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Indogermanistik; erst als im Rahmen der Kolonialisierung Europäer nach Indien kamen und begannen, indische Literatur zu übersetzen, wurde die auffallende Ähnlichkeit der Sprachen entdeckt.
Bereits in das vedische Sanskrit sind Wörter anderer Sprachen eingeflossen. Im Rigveda sind etwa vier Prozent der Wörter autochthoner Herkunft (nicht-indoarischen Ursprungs). Hierbei handelt es sich um Begriffe aus dravidischen, jedoch auch aus austroasiatischen Sprachen (vor allem Munda).
Auch afrikanische Sprachen haben Sanskrit-Wörter übernommen: Auf Kisuaheli heißt „Löwe“ Simba (siehe den Walt-Disney-Film „Simba der Löwe“), dieses Wort stammt von Sanskrit simha für „Löwe“ ab.
Phonologie und Schrift
Klassisches Sanskrit hat 48 Phoneme, vedisches Sanskrit hat 49.
Die Phoneme werden hier in ihrer traditionellen Reihenfolge beschrieben: Vokale, Plosive und Nasale (geordnet nach dem Artikulationsort, von hinten nach vorne) und schließlich Approximanten und Frikative.
Die Transliteration erfolgt in den beiden Systemen IAST (International Alphabet of Sanskrit Transliteration) und HK (Harvard-Kyoto).
Anmerkung: Die langen Vokale werden etwa doppelt so lang wie ihre kurzen Gegenstücke ausgesprochen. Darüber hinaus existiert für die meisten Vokale eine dritte Quantitätsstufe 'sehr lang', die zum Beispiel im Vokativ Anwendung findet.
Vokale
Devanāgarī Diakritisches Zeichen mit “प्” Aussprache Aussprache mit / p / IAST ITRANS Deutsch
अ प / ə / / pə / a a kurzer Schwa: wie e in alte
आ पा / ɑː / / pɑː / ā A langer Ungerundeter offener Hinterzungenvokal: wie a in Vater
इ पि / i / / pi / i i kurzer Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal: wie i in singen
ई पी / iː / / piː / ī I langer Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal: wie ie in Spiel
उ पु / u / / pu / u u kurzer Geschlossener hinterer gerundeter Vokal: wie u in Hund
ऊ पू / uː / / puː / ū U langer Geschlossener hinterer gerundeter Vokal: wie u in tun
ए पे / eː / / peː / e e langer Ungerundeter halbgeschlossener Vorderzungenvokal: wie e in dem
ऐ पै / əi / od. / ai / / pəi / od. / pai / ai ai ein langer Diphthong: wie ei in heilig
ओ पो / οː / / poː / o o langer Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal: wie o in rot
औ पौ / əu / od. / au / / pəu / od. / pau / au au ein langer Diphthong: wie au in haus
ऋ पृ /ɻˌ / / pɻˌ / ṛ R kurzer syllabischer Stimmhafter retroflexer Approximant wie ein Vokal: ungefähr wie ir in American English bird
ॠ पॄ / ɻˌː / / pɻˌː / ṝ RR langer syllabischer Stimmhafter retroflexer Approximant wie ein Vokal: Eine längere Variante von / r̩ /
ऌ पॢ / ɭˌ / / pɭ̩ˌ / ḷ LR kurzer syllabischer Stimmhafter lateraler retroflexer Approximant wie ein Vokal: ungefähr wie l in Englisch handle
ॡ पॣ / ɭ̩ˌː / / pɭ̩ˌː / ḹ LRR langer syllabischer Stimmhafter lateraler retroflexer Approximant wie ein Vokal: Eine längere Variante von / ɭˌ /
Anders als in den meisten europäischen Sprachen einschließlich des Deutschen sind ṛ, ṝ und ḷ im Sanskrit Vokale. Einige Grammatiken erwähnen noch ॡ ḹ, eine längere Version des ḷ, aber dieser Vokal tritt im Sanskrit eigentlich nicht auf und ist augenscheinlich in Analogie zu den anderen Vokalen hinzugefügt worden, um eine Symmetrie von langen und kurzen Vokalen zu komplettieren. Die Sanskrit-Grammatiker klassifizieren / eː / und / oː / für grammatikalische Zwecke als Diphthonge, aber sie werden als Monophthonge ausgesprochen. Wenn ein einzelner Konsonant ohne Vokal geschrieben werden soll, wird der sogenannte „halanta/virama“ (प्) verwendet. Dieser wird besonders am Ende eines Wortes verwendet. Ein Konsonant ohne irgendein diakritisches Zeichen bedeutet, dass ihm der kurze Vokal schwa (/ ə /) folgt.
Alle Vokale können nasaliert werden.
Konsonanten
Diese Tabelle gibt die Phonologie der Konsonanten in Sanskrit wieder.
Labial Labiodental Dental Retroflex Palatal Velar Pharyngal
Plosive unaspiriert p प b ब t त d द ṭ (T) ट ḍ (D) ड c (ch) च j ज k क g ग
aspiriert ph फ bh भ th थ dh ध ṭh (Th) ठ ḍh (Dh) ढ ch (chh) छ jh झ kh ख gh घ
Nasale
(kein Plosiv) m म n न ṇ (N) ण ñ (J) ञ ṅ (G) ङ
Halbvokale v व y य
Approximanten l ल r र
Frikative s स ṣ (S) ष ś (z) श ḥ (H) ः h ह
Daneben gibt es noch das anusvāra (ṃ (M) ं), das entweder die Nasalierung des vorhergehenden Vokals oder einen zum folgenden Konsonanten homorganen Nasal anzeigt.
Diese Tabelle zeigt die Liste der Sanskrit-Konsonanten mit Aussprachebeispielen in Deutsch und Englisch.
Plosive
unaspiriert
Stimmlosigkeit aspiriert
(stärker als im Deutschen)
Stimmlosigkeit unaspiriert
Stimmhaftigkeit aspiriert
(stärker als im Deutschen)
Stimmhaftigkeit Nasal
Velar क
/ kə /; Deutsch: klar ख
/ khə /; ≈Deutsch: kein ग
/ gə /; Deutsch: groß घ
/ gɦə /; ≈Deutsch: gerne ङ
/ ŋə /; Deutsch: Ring
Palatal
(die Palatale sind Affrikaten, nicht Plosive) च
/ cə /; ≈Deutsch: Deutschland छ
/ chə /; ≈Deutsch: deutsch / c / ज
/ ɟə /; ≈Englisch: joke झ
/ ɟɦə /; ≈Deutsch: Dschungel ञ
/ ɲə /; Englisch: finch
Retroflex ट
/ ʈə /; Amerikanisch-Eng: hurting ठ
/ ʈhə /; aspiriert / ʈ / ड
/ ɖə /; Americanisch Eng: murder ढ
/ ɖɦə /; aspiriert / ɖ / ण
/ ɳə /; Amerikanisch-Eng: hunter
Apico-Dental
(Zunge berührt die Zähne,
anders als im Deutschen) त
/ t̪ə /; ≈Deutsch: Transport थ
/ t̪hə /; ≈Deutsch: Tomate द
/ d̪ə /; ≈Deutsch: drei ध
/ d̪ɦə /; ≈Deutsch: dunkel न
/ nə /; ≈Deutsch: Name
Labial प
/ pə /; Deutsch: Platz फ
/ phə /; ≈Deutsch: Pik ब
/ bə /; Deutsch: blau भ
/ bɦə /; ≈Deutsch: Bus म
/ mə /; Deutsch: mein
Non-Plosives/Sonorants
Palatal Retroflex Dental/
Alveolar Velar/
Glottal
Approximant य
/ jə /; Deutsch: Jude र
/ ɻə /; Amerikanisch-Eng: tearing ल
/ lə /; Deutsch: lieben व
/ ʋə /; ≈Deutsch: was
Sibilant/
Frikative श
/ ɕə / od. / ʃə /; Deutsch: Schaf ष
/ ʂə /; Retroflex / ʃ / स
/ sə /; Deutsch: wissen ह
/ ɦə /; ≈Deutsch: heim
Betonung
Sanskrit selbst ist eine Akzentsprache, im älteren Vedisch dagegen werden Silben durch einen sogenannten melodischen oder musikalischen Akzent betont, d.h., die betonte Silbe durch eine hörbar andere Tonhöhe markiert. Vedisch ist also eine gemäßigte Tonsprache. Indische Grammatiken definieren drei Töne (svara): udātta 'erhöht', anudātta 'nicht erhöht' und svarita. In der Transliteration wird udātta üblicherweise mit einem Akut (´) und anudātta mit einem Gravis (`) angezeigt. Svarita tritt nur als Produkt euphonischer Vokalkombinationen auf und ist dadurch deutlich seltener als die beiden anderen Töne. Der Tonakzent ist im klassischen Sanskrit verloren gegangen (und wurde nur in vedischen Gesängen bewahrt).
Sandhi
Sanskrit hat ein komplexes System phonologischer Regeln namens Sandhi und Samaas, die auch in der Schriftsprache (außer in sogenannten pada-Texten) wiedergegeben werden. Sandhi meint die beim Kombinieren von Phonemen auftretenden Veränderungen, insbesondere an Wortgrenzen. Diese Vorgänge sind in jeder gesprochenen Sprache anzutreffen, im Sanskrit jedoch sind sie genau reguliert und kodifiziert.
Beispiele:
a + u → o (Kathopanishad)
o + i → avi
t + c → cc (Saccit)
Der Anfang der Nala-Episode des Mahabharata lautet
āsīd rājā nalo nāma vīrasenasuto balī
upapanno guṇair iṣṭai rūpavān aśvakovidaḥ
(Es war ein König namens Nala, mächtiger Sohn des Virasena; mit begehrten Tugenden begabt, stattlich und gewandt im Umgang mit Pferden)
Ohne Sandhi hieße der Text:
āsīt rājā nalaḥ nāma vīrasenasutaḥ balī
upapannaḥ guṇaiḥ iṣṭaiḥ rūpavān aśvakovidaḥ
Anfängern und ungeübten Lesern können Sandhi erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen von Sanskrittexten bereiten. Sie erzeugen außerdem Mehrdeutigkeiten, die von guten Dichtern genutzt werden, um Gedichte zu schreiben, die auf verschiedenartige und durchaus widersprüchliche Weisen gelesen werden können – je nachdem, wie der Leser die Sandhi auflöst.
Schrift
Devimahatmya in Sanskrit auf Palmblättern, Bihar oder Nepal, 11. JahrhundertSanskrit hatte in seiner Geschichte keine einzelne mit ihm assoziierte Schrift. Ashoka benutzte die Brahmi-Schrift für seine Säuleninschriften (die nicht in Sanskrit, sondern in Prakrit-Dialekten und anderen Sprachen verfasst wurden). Ungefähr zur selben Zeit wie die Brahmi-Schrift wurde auch die Kharoshthi-Schrift benutzt. Später, etwa im vierten bis achten nachchristlichen Jahrhundert, war die aus der Brahmi-Schrift abgeleitete Gupta-Schrift vorherrschend in Gebrauch. Etwa im 8. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Gupta die Sharada-Schrift, die vom 12. Jahrhundert an über Zwischenstufen wie Siddham wiederum durch Devanagari abgelöst wurde. Daneben wurde noch in zahlreichen anderen Schriften geschrieben, z. B. Kannada im Süden oder in bengalischer Schrift im Norden; diese unterscheiden sich aber nur in der Zeichengestalt und in der Hinzunahme einzelner Zeichen zur Darstellung neuer Laute, nicht aber im Grundprinzip von Devanagari.
Seit dem Mittelalter und insbesondere heute ist Devanāgarī ('die in der Stadt der Götter benutzte (Schrift)') die am weitesten verbreitete und gebräuchlichste Schrift für Sanskrit. Gelegentlich finden sich in Gegenden Indiens, in denen Devanagari nicht die übliche Gebrauchsschrift ist, noch Texte in lokalen Schriften.
Die Schrift kam erst relativ spät nach Indien und war auch dann nur von untergeordneter Bedeutung, da Wissen meist mündlich vermittelt und auswendig gelernt wurde. Nach Thomas William Rhys Davids könnte die Schrift von Händlern aus dem Nahen Osten nach Indien gebracht worden sein. Sanskrit, das ausschließlich zu sakralen Zwecken benutzt wurde, blieb jedoch bis weit in die klassische Periode Indiens eine rein mündliche Sprache.
Seit dem 19. Jahrhundert gibt es auch eine Transliteration des Sanskrit in lateinischer Umschrift. Die gebräuchlichste Umschrift ist gegenwärtig IAST (International Alphabet of Sanskrit Transliteration), der akademische Standard seit 1912. Andere Transliterationssysteme wurden entwickelt, um die Schwierigkeiten bei Anzeige und Druck der notwendigen Sonderzeichen für Sanskrit zu umgehen, so etwa das früher gängige Harvard-Kyoto und ITRANS, ein verlustloses Transliterationssystem, das vor allem im Internet weite Verbreitung findet.
In der Wissenschaft verwendet man für die Transkription und Reproduktion ganzer Texte und längerer Ausschnitte entweder lateinische Umschrift oder Devanāgarī. Individuelle Namen und einzelne Wörter werden in Texten, die in europäischen Sprachen verfasst sind, meist in lateinischer Umschrift wiedergegeben. Für religiöse Zwecke bedient man sich aber bevorzugt der Devanagarischrift, manchmal auch zusammen mit Glossen in lateinischer Umschrift.
Grammatik
Sanskrit ist wie Deutsch oder Latein eine flektierende Sprache, hat jedoch eine noch viel umfangreichere Flexionsmorphologie als diese: So gibt es zu jedem Verb im Präsens etwa 96 verschiedene Formen im Sanskrit, jedoch nur etwa 29 im Latein und im Neuhochdeutschen nur noch etwa acht. Viele Funktionen im Satz werden lediglich durch Suffixe bezeichnet (so z.B. Ort, Richtung, Herkunft, Passiv, Veranlassung, Möglichkeitsform, Wunsch, Verbot...). Die folgenden Abschnitte benutzen das IAST-Transliterationsschema.
Substantive
Die Deklination der Substantive im Sanskrit erfolgt nach
drei Genera:
Maskulinum (puṃliṅga, männlich), Femininum (strīliṅga, weiblich), Neutrum (napuṃsakaliṅga, sächlich)
drei Numeri:
Singular (ekavacana, Einzahl), Dual (dvivacana, Zweizahl), Plural (bahuvacana, Mehrzahl)
acht Kasus:
Nominativ (prathamā, „der Pfad“), Akkusativ (dvitīyā, „den Pfad, auf den Pfad“), Instrumental (tṛtīyā, „durch den Pfad“), Dativ (caturthī, „dem Pfade, für den Pfad“), Ablativ (pañcamī, „vom Pfade (her)“), Genitiv (ṣaṣṭhī, „des Pfades“), Lokativ (saptamī, „auf dem Pfade“), Vokativ (sambodhana, „oh Pfad!“)
Artikel verwendet das Sanskrit nicht als verpflichtende Elemente. Das Demonstrativpronomen „tad“ und das Indefinitpronomen „kimcit“ werden aber oft optional als bestimmte oder unbestimmte Artikel eingesetzt.
Die Substantive im Sanskrit werden in vokalische und bukkalische (konsonantische) Stämme geteilt.
Vokalische Stämme
Zu den vokalische Stämmen zählen
Stämme auf a (Maskulina, Neutra)
Stämme auf ā (Feminina)
Stämme auf i (Maskulina, Feminina, Neutra)
Stämme auf ī (Feminina)
Stämme auf u (Maskulina, Feminina, Neutra)
Stämme auf ū (Feminina)
Stämme auf Diphthong (ai, au, o) (nur drei Substantive nach dieser Deklination: √rai „Besitz“, √nau „Schiff“, und √go „Kuh“).
Einen Überblick über die Deklinationsmuster der vokalischen Stämme gibt folgende Tabelle.
a-Stamm ā-Stamm i-Stamm ī-Stamm
√kāma (m)
(Liebe) √rūpa (n)
(Schönheit) √bāla (f)
(Mädchen) √agni (m)
(Feuer) √vāri (n)
(Wasser) √mati (f)
(Meinung) √dhī (f)
(Gedanke) √nadī (f)
(Fluss)
Singular Nominativ kāmaḥ rūpam bālā agniḥ vāri matiḥ dhīḥ nadī
Vokativ kāma rūpa bāle agne vār[i/e] mate dhīḥ nadi
Akkusativ kāmam rūpam bālām agnim vāri matim dhiyam nadīm
Instrumental kāmena rūpeṇa bālayā agninā vāriṇā matyā dhiyā nadyā
Dativ kāmāya rūpāya bālāyai agnaye vāriṇe mat[aye/yai] dhi[ye/yai] nadyai
Ablativ kāmāt rūpāt bālāyāḥ agneḥ vāriṇāḥ mat[eḥ/yāḥ] dhi[yaḥ/yāḥ] nadyāḥ
Genitiv kāmasya rūpasya bālāyāḥ agneḥ vāriṇāḥ mat[eḥ/yāḥ] dhi[yaḥ/yāḥ] nadyāḥ
Lokativ kāme rūpe bālāyām agnau vāriṇi mat[au/yām] dhi[yi/yām] nadyām
Dual Nominativ kāmau rūpe bāle agnī vāriṇī matī dhiyau nadyau
Vokativ kāmau rūpe bāle agnī vāriṇī matī dhiyau nadyau
Akkusativ kāmau rūpe bāle agnī vāriṇī matī dhiyau nadyau
Instrumental kāmābhyām rūpābhyām bālābhyām agnibhyām vāribhyām matibhyām dhībhyām nadībhyām
Dativ kāmābhyām rūpābhyām bālābhyām agnibhyām vāribhyām matibhyām dhībhyām nadībhyām
Ablativ kāmābhyām rūpābhyām bālābhyām agnibhyām vāribhyām matibhyām dhībhyām nadībhyām
Genitiv kāmayoḥ rūpayoḥ bālayoḥ agnyoḥ vāriṇoḥ matyoḥ dhiyoḥ nadiyoḥ
Lokativ kāmayoḥ rūpayoḥ bālayoḥ agnyoḥ vāriṇoḥ matyoḥ dhiyoḥ nadiyoḥ
Plural Nominativ kāmāḥ rūpāṇi bālāḥ agnayaḥ vārīṇi matayaḥ dhiyaḥ nadyaḥ
Vokativ kāmāḥ rūpāṇi bālāḥ agnayaḥ vārīṇi matayaḥ dhiyaḥ nadyaḥ
Akkusativ kāmān rūpāṇi bālāḥ agnīn vārīṇi matīḥ dhiyaḥ nadīḥ
Instrumental kāmaiḥ rūpaiḥ bālābhiḥ agnibhiḥ vāribhiḥ matibhiḥ dhībhiḥ nadībhiḥ
Dativ kāmebhyaḥ rūpebhyaḥ bālābhyaḥ agnibhyaḥ vāribhyaḥ matibhyaḥ dhībhyaḥ nadībhyaḥ
Ablativ kāmebhyaḥ rūpebhyaḥ bālābhyaḥ agnibhyaḥ vāribhyaḥ matibhyaḥ dhībhyaḥ nadībhyaḥ
Genitiv kāmānām rūpāṇām bālānām agnīnām vārīṇām matīnām dh[iyām/īnām] nadīnām
Lokativ kameṣu rūpeṣu bālāsu agniṣu vāriṣu matiṣu dhīṣu nadīṣu
u-Stamm ū-Stamm Diphthong-Stamm
√vāyu (m)
(Wind) √madhu (n)
(Honig) √dhenu (f)
(Kuh) √bhū (f)
(Erde) √vadhū (f)
(Frau) √rai (f)
(Besitz) √nau (f)
(Schiff) √go (f)
(Rind)
Singular Nominativ vāyuḥ madhu dhenuḥ bhūḥ vadhūḥ rāḥ nauḥ gauḥ
Vokativ vāyo madh[u/o] dheno bhūḥ vadhu rāḥ nauḥ gauḥ
Akkusativ vāyum madhu dhenum bhuvam vadhūm rāyam nāvam gām
Instrumental vāyunā madhunā dhenvā bhuvā vadhvā rāyā nāvā gavā
Dativ vāyave madhune dhenave bhu[ve/vai] vadhvai rāye nāve gave
Ablativ vāyoḥ madhunāḥ dhen[oḥ/vāḥ] bhu[vaḥ/vāḥ] vadhvāḥ rāyaḥ nāvaḥ goḥ
Genitiv vāyoḥ madhunāḥ dhen[oḥ/vāḥ] bhu[vaḥ/vāḥ] vadhvāḥ rāyaḥ nāvaḥ goḥ
Lokativ vāyau madhuni dhen[au/vām] bhu[vi/vām] vadhvām rāyi nāvi gavi
Dual Nominativ vāyū madhunī dhenū bhuvau vadhvau rāyau nāvau gāvau
Vokativ vāyū madhunī dhenū bhuvau vadhvau rāyau nāvau gāvau
Akkusativ vāyū madhunī dhenū bhuvau vadhvau rāyau nāvau gāvau
Instrumental vāyubhyām madhubhyām dhenubhyām bhūbhyām vadhūbhyām rābhyām naubhyām gobhyām
Dativ vāyubhyām madhubhyām dhenubhyām bhūbhyām vadhūbhyām rābhyām naubhyām gobhyām
Ablativ vāyubhyām madhubhyām dhenubhyām bhūbhyām vadhūbhyām rābhyām naubhyām gobhyām
Genitiv vāyvoḥ madhunoḥ dhenvoḥ bhuvoḥ vadhvoḥ rāyoḥ nāvoḥ gavoḥ
Lokativ vāyvoḥ madhunoḥ dhenvoḥ bhuvoḥ vadhvoḥ rāyoḥ nāvoḥ gavoḥ
Plural Nominativ vāyavaḥ madhūni dhenavaḥ bhuvaḥ vadhvaḥ rāyaḥ nāvaḥ gāvaḥ
Vokativ vāyavaḥ madhūni dhenavaḥ bhuvaḥ vadhvaḥ rāyaḥ nāvaḥ gāvaḥ
Akkusativ vāyūn madhūni dhenūḥ bhuvaḥ vadhūḥ rāyaḥ nāvaḥ gāḥ
Instrumental vāyubhiḥ madhubhiḥ dhenubhiḥ bhūbhiḥ vadhūbhiḥ rābhiḥ naubhiḥ gobhiḥ
Dativ vāyubhyaḥ madhubhyaḥ dhenubhyaḥ bhūbhyaḥ vadhūbhyaḥ rābhyaḥ naubhyaḥ gobhyaḥ
Ablativ vāyubhyaḥ madhubhyaḥ dhenubhyaḥ bhūbhyaḥ vadhūbhyaḥ rābhyaḥ naubhyaḥ gobhyaḥ
Genitiv vāyūnām madhūnām dhenūnām bh[uvām/ūnām] vadhūnām rāyām nāvām gavām
Lokativ vāyuṣu madhuṣu dhenuṣu bhūṣu vadhūṣu rāṣu nauṣu goṣu
Bukkalische Stämme
Man kann die Nomina mit bukkalischen Stämmen unterteilen in
einstämmige Nomen, welche in allen Kasus denselben Stamm haben. Zu ihnen gehören:
Wurzelnomen, das sind einsilbige Stämme, an welche direkt die Kasusendung gehängt wird
zweisilbige Stämme auf Verschlusslaut oder Affrikate
zwei- oder mehrsilbige Stämme auf -as/-is/-us
mehrstämmige Nomen. Zu ihnen gehören Stämme :
auf -(a)nt
auf -(a)n
auf -(i)n
auf -ar/-ṛ
auf -iyaṁs/-iyas
auf -vaṁs/-uṣ
auf -añc
Komposita
Die nominale Komposition ist insbesondere für die späteren Formen der Sprache charakteristisch. Hierbei erscheinen in der Regel sämtliche Glieder bis auf das letzte in einer unflektierten Form. Die verschiedenen Kompositaformen sind Dvandva, Tatpuruṣa, Karmadhāraya und Bahuvrīhi. Diese Sanskritbezeichnungen sind auch als Fachausdrücke in der allgemeinen Linguistik gebräuchlich.
Bei den Dvandva (Kopulativkomposita) handelt es sich an eine Aneinanderkettung von Substantiven, die im Deutschen durch „und“ verbunden wären. Das Genus richtet sich dabei nach dem Schlussglied, der Numerus ist die Gesamtzahl der bezeichneten Objekte. ācāryaśiṣyau heißt: Lehrer (ācārya, Nominativ Singular ācārya) und Schüler (śiṣa, Nominativ Singular śiṣaḥ, Nominativ Dual śiṣau). Da es zwei Personen sind, steht der Ausdruck im Dual. aśvagajabālanarā nṛtyanti Pferde, Elefanten, Jungen und Männer tanzen. (aśva Pferd, gaja Elefant, bāla Junge, nara Mann, Nominativ Plural im Sandhi vor n narā). Das Dvandva steht in der indischen Tradition in besonderem Ansehen; Krishna sagt in Vers 10.33 der Bhagavadgita „Unter den Schriftzeichen bin ich das A, unter den Komposita das Dvandva“.
Die Tatpuruṣa (Determinativkomposita, wörtlich „sein Mann“) entsprechen der häufigsten Form der Komposita im Deutschen: Das Vorderglied steht in einem grammatisch nicht explizit bezeichneten „Kasus“-Bezug zum Schlussglied (das auch ein Adjektiv oder Partizip sein kann): Akkusativ (grāmagata ins Dorf gegangen), Instrumental (devadatta von Gott gegeben), Dativ (varṇasukha dem Ohr angenehm), Ablativ (svargapatita vom Himmel gefallen), Genitiv (rājakanyā Königstochter), Lokativ (saṃgarānta Tod im Kampf).
Karmadhāraya (Appositionskomposita) sind Tatpuruṣa, bei denen das Vorderglied im selben Kasus wie das Hauptglied steht. (cauravījanaḥ Diebsleute).
Bahuvrīhi (exozentrische Komposita, wörtlich „viel Reis (besitzend)“) bezeichnen eine Eigenschaft, die eine Person hat. Sie bilden Adjektive, die in allen drei Geschlechtern auftreten können, unabhängig vom Geschlecht der Kompositionsglieder. Im deutschen entsprechen diese Bildungen auf -ig. (Viṣṇurūpa, vishnugestaltig, in der Gestalt des Vishnu, als Vishnu verkleidet)
Pronomina
Ähnlich wie andere indogermanische Sprachen weist auch das Sanskrit bei der Flexion der Pronomina Besonderheiten zur Flexion der Substantiva auf. Die Charakteristika der Pronominalen Flexion des Sanskrit sind im wesentlichen folgende:
Die Form des Neutrums endet im Nom./Akk. Sg. meist auf -d, im absoluten Auslaut gemäß den Gesetzmäßigkeiten des [Sandhi] als -t verwirklicht (tat „das“, „dieses“; id-am „dieses“).
Dativ, Ablativ und Lokativ Singular werden bei den Formen der Maskulina und Neutra mit Hilfe eines Einschubes -sm gebildet (Dat. Sg. m./n. tasmai devaaya "diesem Gott", Abl. Sg. m./n. tasmaat devaat „von diesem Gott“, Lok. Sg. m./n. tasmin deve „in diesem Gott“).
Feminina bilden Genitiv, Dativ, Ablativ und Lokativ Singular mit Hilfe einer Erweiterung -sy (Gen. Sg. f. tasyaah devyaah „dieser Göttin“, Dat. Sg. f. tasyai devyai „dieser Göttin“,Abl. Sg. f. tasyaah devyaah „von dieser Göttin“, Lok. Sg. f.tasyaam devyaam „in dieser Göttin“).
Der Genitiv Plural endet auf -saam bzw. -shaam (z.B. teshaam devaanaam „dieser Götter“).
Verben
Die Konjugation der Verben im Sanskrit hat folgende Kategorien:
Drei Genera Verbi:
Aktiv (Parasmaipada) („er sieht“), Medium (Atmanepada) („er sieht sich / er wird gesehen“) und Passiv („er wird gesehen“), welches jedoch in der Regel durch das Medium repräsentiert wird (auch in unpersönlicher Form: „Es soll gegangen werden“ = höfliche Form für „Geht bitte!“)
Sechs Tempora:
Präsens, Imperfekt, Futur, Konditionalis, Aorist, Perfekt. Zur Bildung der Tempora gibt es vier Tempusstämme:
Präsensstamm für Präsens und Imperfekt
Futurstamm für Futur und Konditionalis
Aoriststamm für Aorist
Perfektstamm für Perfekt
Drei Modi:
Indikativ, Optativ, Imperativ.
Der Optativ im Aorist wird Prekativ genannt, wobei in dieser Form der ausgedrückte Wunsch gegenüber dem Optativ Präsens stärker formuliert wird. Außerdem finden sich Reste eines vierten Modus, dem Injunktiv in der Aoristform, welche Prohibitiv genannt wird („geh nicht!“). Im Vedischen hatte der Injunktiv noch viel weitreichendere Bedeutung.
Drei Numeri:
Singular (ekavacana), Dual (dvivacana), Plural (bahuvacana)
Drei Personen je Numerus:
1. Person (prathamapuruṣa), 2. Person (madhyamapuruṣa), 3. Person (uttamapuruṣa). In traditioneller Sanskritgrammatik ist die 1. Person „Er/Sie/Es“ bzw. „Sie“ (Pl) und die 3. Person „Ich“
Präsenssystem
Die Verben des Sanskrit wurden von den alten indischen Grammatikern in 10 Klassen zur Formbildung im Präsenssystem eingeteilt. Viele Verben können nach mehreren Präsensklassen flektiert werden. Man vermutet, dass diese Klassen ursprünglich auch semantische Unterschiede kennzeichneten. Im Sanskrit gibt es meist jedoch keine Bedeutungsdifferenzierung mehr (z. B. bibharti (3. Kl.) und bharati (1. Kl.) sind synonym). Die 10 Klassen kann man in athematische und thematische Klassen kategorisieren. Thematisch bedeutet dabei, dass der Stamm mittels eines Themavokals - im Sanskrit a als letzter Vokal des Stammes - gebildet wird. Bei athematischen Stämmen erfolgt die Bildung anders. Nach Zählung der indischen Grammatiker hat man folgende Präsensklassen:
1.Präsensklasse: thematisch, Themavokal a tritt an vollstufige Wurzel. Bsp. √bhṛ, Vollstufe √bhar, bharati („er trägt“)
2.Präsensklasse: athematisch, Stamm ist identisch mit Wurzel. Bsp. √as, asti („er ist“)
3.Präsensklasse: athematisch, Stamm wird mit Reduplikation gebildet, Bsp. √dhā, dadhāti („er legt“)
4.Präsensklasse: thematisch, Suffix ya tritt an die vollstufige Wurzel, wenn der Wurzelsonant a ist, sonst an die schwundstufige Wurzel. Bsp. √pś, paśyati („er sieht“)
5.Präsensklasse: athematisch, Suffix nu/no tritt an die Wurzel, Bsp. √stṛ, stṛnoti („er streut“), stṛnumaḥ („wir streuen“), stṛnvanti („sie streuen“)
6.Präsensklasse: thematisch, Themavokal a tritt an die schwundstufige Wurzel. Bsp. √tud, tudati („er stößt“)
7.Präsensklasse: athematisch, die Wurzel wird durch Infix na/n ergänzt. Bsp. √yuj, Stamm: yunaj, yunakti („er verbindet“)
8.Präsensklasse: athematisch, Suffix o/u tritt an die Wurzel, Bsp. √kṛ, karoti („er macht“)
9.Präsensklasse: athematisch, Suffix nā/nī tritt an die Wurzel, Bsp. √pū, pūnati („er reinigt“)
10.Präsensklasse: thematisch, Suffix aya tritt an die Wurzel. Bsp. √pūj, pūjayati („er ehrt“), √cur, Vollstufe √cor, corayati („er stiehlt“), √du, Dehnstufe √dāv, dāvayati („er brennt“),
Mit den so gebildeten Stämmen können im Präsenssystem die Präsens- und Imperfektformen im Aktiv und Medium gebildet werden. Die folgende Tabelle zeigt die Präsens- und Imperfektkonjugation für die 1. Präsensklasse am Beispiel des Verbs √bhṛ (tragen).
Präsens Imperfekt
Indikativ Optativ Imperativ Prohibitiv Indikativ
Aktiv Singular 1. Person bhar-ā-mi bhar-e-yam bhar-ā-ni mā bhar-a-m a-bhar-a-m
2. Person bhar-a-si bhar-e-ḥ bhar-a mā bhar-a-ḥ a-bhar-a-ḥ
3. Person bhar-a-ti bhar-e-t bhar-a-tu mā bhar-a-t a-bhar-a-t
Dual 1. Person bhar-ā-vaḥ bhar-e-va bhar-ā-va mā bhar-ā-va a-bhar-ā-va
2. Person bhar-a-thaḥ bhar-e-tam bhar-a-tam mā bhar-a-tam a-bhar-a-tam
3. Person bhar-a-taḥ bhar-e-tām bhar-a-tām mā bhar-a-tām a-bhar-a-tām
Plural 1. Person bhar-ā-maḥ bhar-e-ma bhar-ā-ma mā bhar-ā-ma a-bhar-ā-ma
2. Person bhar-a-tha bhar-e-ta bhar-a-ta mā bhar-a-ta a-bhar-a-ta
3. Person bhar-a-nti bhar-e-yuḥ bhar-a-ntu mā bhar-a-n a-bhar-a-n
Medium Singular 1. Person bhar-e bhar-e-ya bhar-ai mā bhar-e a-bhar-e
2. Person bhar-a-se bhar-e-thāḥ bhar-a-sva mā bhar-a-thāḥ a-bhar-a-thāḥ
3. Person bhar-a-te bhar-e-ta bhar-a-tām mā bhar-a-ta a-bhar-a-ta
Dual 1. Person bhar-ā-vahe bhar-e-vahi bhar-ā-vahai mā bhar-ā-vahi a-bhar-ā-vahi
2. Person bhar-ethe bhar-e-yāthām bhar-e-thām mā bhar-e-thām a-bhar-e-thām
3. Person bhar-e-te bhar-e-yātām bhar-e-tām mā bhar-e-tām a-bhar-e-tām
Plural 1. Person bhar-ā-mahe bhar-e-mahi bhar-ā-mahai mā bhar-ā-mahi a-bhar-ā-mahi
2. Person bhar-a-dhve bhar-e-dhvam bhar-a-dhvam mā bhar-a-dhvam a-bhar-a-dhvam
3. Person bhar-a-nte bhar-e-ran bhar-a-ntām mā bhar-a-nta a-bhar-a-nta
Man beachte das Augment a im Imperfekt, das dem Stamm vorangesetzt wird. Auch der Prohibitiv wird vom Präsensstamm gebildet, er entspricht der Form nach dem Imperfekt ohne Augment und existiert im Sanskrit nur noch in der verneinten Form (mā) des ehemaligen Injunktivs.
Neben den oben genannten primären Stämmen (Präsensstamm, Futurstamm, Perfektstamm, Aoriststamm) für die Tempora gibt es noch weitere sekundäre Stammformen für den Passiv, Kausativ, Desiderativ, Intensiv und Denominativ.
Das Passiv besitzt im Präsens einen besonderen Stamm, der mit dem Suffix ya gebildet wird, welches direkt an die (schwundstufige) Wurzel tritt. Die Personalendungen sind identisch mit den Medialendungen im Präsens. Obige Tabelle kann also folgendermaßen ergänzt werden.
Präsens Imperfekt
Indikativ Optativ Imperativ Prohibitiv Indikativ
Passiv Singular 1. Person bhri-ye bhri-ye-ya bhri-yai mā bhri-ye a-bhri-ye
2. Person bhri-ya-se bhri-ye-thāḥ bhri-ya-sva mā bhri-ya-thāḥ a-bhri-ya-thāḥ
3. Person bhri-ya-te bhri-ye-ta bhri-ya-tām mā bhri-ya-ta a-bhri-ya-ta
Dual 1. Person bhri-yāva-he bhri-ye-vahi bhri-yā-vahai mā bhri-yā-vahi a-bhri-yā-vahi
2. Person bhri-ye-the bhri-ye-yāthām bhri-ye-thām mā bhri-ye-thām a-bhri-ye-thām
3. Person bhri-ye-te bhri-ye-yātām bhri-ye-tām mā bhri-ye-tam a-bhri-ye-tam
Plural 1. Person bhri-yā-mahe bhri-ye-mahi bhri-yā-mahai mā bhri-yā-mahi a-bhri-yā-mahi
2. Person bhri-ya-dhve bhri-ye-dhvam bhri-ya-dhvam mā bhri-ya-dhvam a-bhri-ya-dhvam
3. Person bhri-ya-nte bhri-ye-ran bhri-ya-ntām mā bhri-ya-nta a-bhri-ya-nta
Der Kausativ wird in der Regel mit dem Suffix aya gebildet, welches an die Verbalwurzel tritt. Zum Beispiel wird aus karoti („er macht“) kār-aya-ti („er lässt machen“).
Der Desiderativ ist meist gekennzeichnet durch Reduplikation der Wurzel und dem Suffix sa. Zum Beispiel wird aus karoti („er macht“) ci-kīr-ṣa-ti („er wünscht zu tun“). Dies kann auch mit dem Kausativ kombiniert werden, z. B. wird aus kār-aya-ti (er lässt machen) ci-kār-ay-i-ṣa-ti („er wünscht machen zu lassen“).
Der Intensiv (auch Frequentativ genannt) bezeichnet eine wiederholte oder besonders intensive Tätigkeit. Bei Verben der Bewegung bedeutet er soviel wie „hin und her“. Gebildet wird der Intensiv durch eine besondere Reduplikation und das Suffix ya mit medialer Flexion bei thematischen Stämmen, ansonsten ohne Suffix und aktiver Flexion bei athematischen Stämmen. Zum Beispiel wird aus bhramati („er schweift umher“) baṃ-bhram-ya-te („er schweift kreuz und quer umher“)
Futursystem
Der Futurstamm des einfachen Futurs und des Konditionals wird mit dem Suffix -sya gebildet, welches bei Verben der 1.-9. Klasse an die vollstufige Wurzel gesetzt wird, gegebenenfalls mit Bindevokal i. Aus √bhṛ wird also bhar-i-ṣya. Bei Verben der 10. Klasse wird das Suffix an den Präsensstamm gesetzt, z. B. wird aus √cur mit dem Präsensstamm cor-aya der Futurstamm coray-i-ṣya.
Neben dem einfachen Futur gibt es noch das periphrastische Futur. Es wird wie bei den Nomina Agentis mit dem Suffix tar gebildet und Formen der Wurzel √as („sein“).
Alle Passivformen sind identisch mit dem Medium. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über alle Formen des Futurstamms.
Indikativ
einfaches Futur Konditional periphrastisches Futur
√bhṛ (tragen) √kṛ (tun/Täter sein)
Aktiv Singular 1. Person bhar-i-ṣyā-mi a-bhar-i-ṣya-m kar-tā-smi
2. Person bhar-i-ṣya-si a-bhar-i-ṣya-ḥ kar-tā-si
3. Person bhar-i-ṣya-ti a-bhar-i-ṣya-t kar-tā
Dual 1. Person bhar-i-ṣyā-vaḥ a-bhar-i-ṣyā-va kar-tā-svaḥ
2. Person bhar-i-ṣya-thaḥ a-bhar-i-ṣya-tam kar-tā-sthaḥ
3. Person bhar-i-ṣya-taḥ a-bhar-i-ṣya-tām kar-tār-au
Plural 1. Person bhar-i-ṣyā-maḥ a-bhar-i-ṣyā-ma kar-tā-smaḥ
2. Person bhar-i-ṣya-tha a-bhar-i-ṣya-ta kar-tā-stha
3. Person bhar-i-ṣya-nti a-bhar-i-ṣya-n kar-tār-aḥ
Medium &
Passiv Singular 1. Person bhar-i-ṣy-e a-bhar-i-ṣy-e kar-tā-he
2. Person bhar-i-ṣya-se a-bhar-i-ṣya-thāḥ kar-tā-se
3. Person bhar-i-ṣya-te a-bhar-i-ṣya-ta kar-tā
Dual 1. Person bhar-i-ṣyā-vahe a-bhar-i-ṣyā-vahi kar-tā-svahe
2. Person bhar-i-ṣy-ethe a-bhar-i-ṣy-ethām kar-tā-sāthe
3. Person bhar-i-ṣy-ete a-bhar-i-ṣy-etām kar-tār-au
Plural 1. Person bhar-i-ṣyā-mahe a-bhar-i-ṣyā-mahi kar-tā-smahe
2. Person bhar-i-ṣya-dhve a-bhar-i-ṣya-dhvam kar-tā-dhve
3. Person bhar-i-ṣya-nte a-bhar-i-ṣya-nta kar-tār-aḥ
Aoristsystem
Die Zeitform des Aorist taucht im klassischen Sanskrit im Indikativ, im Prekativ und im Prohibitiv auf. Es gibt sieben verschiedene Arten, den Verbstamm für den Aorist zu bilden:
Wurzelaorist
thematischer Aorist
reduplizierter Aorist
athematischer s-Aorist
athematischer iṣ-Aorist
athematischer siṣ-Aorist
thematischer s-Aorist
Perfektsystem
Das Perfekt im Sanskrit tritt in Form des einfachen Perfekts und des periphrastischen Perfekts auf. Den Tempus des Perfekts gibt es nur im Indikativ. Das einfache Perfekt ist die verbreitetste Form und wird von den meisten Wurzeln gebildet. Hierbei wird der Perfektstamm durch Reduplikation und gegebenenfalls durch Stammabstufung gebildet. Die konjugierte Form erhält besondere Perfektendungen. Das periphrastische Perfekt wird bei Kausativen, Desiderativen, Denominativen und Wurzeln mit prosodisch langem anlautenden Vokal (außer a/ā) verwendet. Nur wenige Wurzeln können sowohl das einfache als auch das periphrastische Perfekt bilden. Diese sind √bhṛ (tragen), √uṣ (brennen), √vid (wissen), √bhi (sich fürchten), √hu (opfern).
Partizipien
Es gibt Partizipien in den verschiedenen Tempusstämmen im Aktiv und im Medium: Das Partizip Präsens Aktiv auf -ant und Medium auf -māna erinnern auf die entsprechenden Formen im Lateinischen und Griechischen. Eine besondere Rolle spielt das Partizip Perfekt Passiv oder Partizipium Präteriti (Die Bezeichnung „Passiv“ trifft nur auf transitive Verben zu) bei dem -ta oder -na an die Verbwurzel gehängt werden, (vgl. die entsprechenden Formen im Deutschen auf -t oder -en oder das Verbaladjektiv im Griechischen auf -tos).
Infinitiv und Absolutiv
Aus einem alten Verbalsubstantiv auf -tu sind als undeklinierbare Formen der Akkusativ auf -tum als Infinitiv und der Instrumental auf -tvā als Absolutiv erhalten. (vgl. das Lateinische Supinum). Der Absolutiv bezeichnet die Abfolge von Handlungen; im Deutschen entspricht dem eine Konstruktion mit „nachdem“. gṛham tyaktvā vane paribhramati: Nach Verlassen des Hauses wandert er im Wald umher.
Sprachgebrauch
In den nachchristlichen Jahrhunderten entwickelte sich Sanskrit weiter zur kanonischen Gelehrten- und Literatursprache. Die von Panini festgelegten Regeln wurden sorgfältig eingehalten; der Charakter der Sprache selbst änderte sich aber durch den Einfluss der im Alltag gesprochenen Prakrit-Sprachen fundamental.
Die verschiedenen Vergangenheitsformen des Verbs (Imperfekt, Aorist, Perfekt) hatten ihre Bedeutungsunterschiede verloren und bezeichneten unterschiedslos die Vergangenheit. Darüber hinaus gingen alle drei Formen zugunsten Partizipial- und Absolutivkonstruktion zurück: Statt „der Zimmermann fragte“ („rathakāra aprcchat“, Substantiv im Nominativ, Verb in der dritten Person Indikativ Imperfekt aktiv) sagt man jetzt lieber „vom Zimmermann (ist) gefragt worden“ („rathakārena pṛṣṭa“, Substantiv im Instrumental, Verb im Partizip Perfekt Passiv). Diese Bildung ist in den späteren indoarischen Sprachen zur Standard-Vergangenheitsform geworden (So dass das Subjekt eines Satzes in der Vergangenheit einen besonderen Suffix erhält, der aus der alten Instrumentalendung entstanden ist).
Anstelle der zahlreichen Substantivkasus werden nun lieber ausgedehnte Komposita verwendet (bis zu 30 Komponenten kommen vor). Die grammatischen Relationen der Bestandteile ergeben sich aus der Wortstellung und dem Zusammenhang; Zweideutigkeiten werden dabei als poetisches Ausdrucksmittel bewusst eingesetzt.
Dies gibt den Sanskrittexten einen gänzlich anderen Charakter, als es zunächst der Reichtum an Flexionsformen erwarten lässt.
Literatur
Franz Bopp: Ausführliches Lehrgebäude der Sanskrita-Sprache. Berlin 1827 (Digitalisat)
Georg Bühler: Leitfaden für den Elementarkursus des Sanskrit. 2. Auflage. Wien 1927 (Nachdruck: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-04102-X)
J. Gonda, Manuel de Grammaire élémentaire de la langue Sanskrite. Traduit de la quatrième édition en langue allemande par Rosane Rocher. E.J. Brill, Leiden et Adrien Maisonneuve, Paris 1966.
Berthold Delbrück: Altindische Syntax. Halle 1888 (Nachdruck: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-04105-4)
Manfred Mayrhofer: Sanskrit-Grammatik mit sprachvergleichenden Erläuterungen. Walter de Gruyter, Berlin 1978, ISBN 978-3-11-007177-1
Wolfgang Morgenroth: Lehrbuch des Sanskrit. Grammatik, Lektionen, Glossar. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1973.
Carl Faulmann: Schriftzeichen und Alphabete aller Zeiten und Völker. Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-49-5
Franz Kielhorn: Grammatik der Sanskrit-Sprache. Dümmler, Berlin 1888 (Diese Auflage von 1888 gibt es als PDF-Datei beim Sanskritweb)
Klaus Mylius: Sanskrit - Deutsch, Deutsch - Sankrit. Wörterbuch. Harrassowitz, Wiesbaden 2005, ISBN 3-447-05143-4
Adolf Friedrich Stenzler: Elementarbuch der Sanskrit-Sprache. Zahlreiche Auflagen (Die 7. Auflage 1902, und auch die 9. Auflage 1915, die identisch ist mit der 17. Auflage 1980, gibt es als PDF-Dateien beim Sanskritweb)
Ulrich Stiehl: Sanskrit-Kompendium. Ein Lehr-, Übungs- und Nachschlagewerk. Devanagari-Ausgabe. 4. überarbeitete und erweiterte Auflage. Hüthig Jehle Rehm, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-87081-539-4
Chakras
Die Hauptchakren in der Übersicht
Namen und Symbole
Farbe Symbol Sanskrit Deutsch Element Symbol Gottheit Mantra
7. Sahasrāra
(Tausendfache) Kronen- oder Scheitelchakra (Universum) 1 Tausendblättriger Lotos Paramashiva OM oder Pranava
6. Ājñā
(Wahrnehmende) Stirnchakra oder Drittes Auge Geist (Manas) 2 96-blättriger Lotos
(zweimal 48 Blätter) Sambhu KSHAM
5. Viśuddha
(Reinigende) Hals- oder Kehlchakra Äther (Akasha) 16-blättriger Lotos Sadashiva HAM
4. Anāhata
(Unbeschädigte) Herzchakra Wind (Vayu) Zwölfblättriger Lotos Isha YAM
3. Manipūra
(Leuchtendes Juwel) Nabel- oder Solarplexuschakra Feuer (Agni) Zehnblättriger Lotos Rudra RAM
2. Svādhisthāna
(Süße, Liebliche) Sakral- oder Sexualchakra Wasser (Apas) Sechsblättriger Lotos Vishnu VAM
1. Mūlādhāra
(Wurzelstütze) Wurzel- oder Basischakra Erde (Prithivi) Vierblättriger Lotos Brahma LAM
Erklärungen:
1Keine Zuordnung.
2Geist wird nicht in allen Traditionen als Element verstanden.
Qualitäten
Lage der Chakren im Körper, SeitensichtDen Chakren werden unterschiedliche universelle Qualitäten des menschlichen Lebens zugeordnet. Aus diesen Qualitäten lassen sich wiederum subjektiv positive und negative Ausdrucksformen ableiten.
Farbe Qualität
7. Spiritualität, Bewusstheit, universelles Bewusstsein, höchste Erkenntnis
6. Wahrnehmung, Intuition, Erkenntnis, Willenskraft
5. Ausdruck, Kommunikation, Inspiration, Offenheit
4. Beziehung, Liebe, Mitgefühl, Herzenswärme, Heilung
3. Wille, Macht, Persönlichkeit, Weisheit, Verarbeitung (Erlebnisse, Gefühle)
2. Sexualität, Gefühle, Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Erotik
1. Überleben, Instinkte, Urvertrauen, Stabilität, Durchsetzungsfähigkeit
Die Nebenchakren in der Übersicht
Neben den bekannten sieben Hauptchakren werden in der Literatur [1] [2] [3] weitere Chakren angeführt, oft als Nebenchakren benannt. Hier existiert kein Konsens in einer einheitlichen Systematisierung wie bei den Hauptchakren, bestimmte Zentren (etwas Thymus-Chakra) werden jedoch von den meisten Autoren genannt sowie einheitlich lokalisiert und beschrieben - wenn auch unter verschiedenen Namen. Diese Energiezentren liegen mehrheitlich (jedoch nicht alle) entlang der Sushumna/Haralinie, sowohl auf der Ebene des physischen Körpers, als auch außerhalb (transpersonale Chakren). Die letzteren scheinen sich in ihrer Funktion oberhalb und unterhalb des Körpers zu spiegeln und haben durch Zugang zum transpersonalen Raum eine wichtige Bedeutung für manche Richtungen spiritueller Heilarbeit. Die folgenden Tabellen liefern eine Übersicht wichtiger Nebenchakren [1].
Anmerkung: Farbdarstellung ist dank Notwendigkeit websicherer Farben nur eine Annäherung. Die Chakrenfarben folgen der Lichtfrequenz von IR nach UV.
Wichtige Nebenchakren auf Körperebene
Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Oberes Stirnchakra Stirn, halber Weg 6. zu 7. Chakra Inspiration, Eingebungen, Weisheit Geistige Klarheit und Einsicht Fokus auf persönliche Urteile, Moral oder Ideologie, Kopflosigkeit Sodalith
Hinterkopf-Chakra Etwa Mitte vom Hinterkopf Imagination, Inspiration, leise Töne Ästhetik, Muse, Visionskraft, Balance Dumpfheit, Einfallslosigkeit Azurit
Thymus-Chakra Brustmitte, höhe Thymusdrüse Einheitsbewusstsein, "Landeplatz" der Seele, Funken Gottes Friede, Ankommen, Sein, Stille, Achtsamkeit, Wachheit, Freiheit Egozentrik, Narzissmus, Abwesenheit, Verzweiflung, Isolation, Einsamkeit, Rastlosigkeit Crysopras
Kalpa-Taru 1 halbe Höhe 3. zu 4. Chakra Manifestationskraft, Wunschzentrum Großzügigkeit, Manifestationskraft, Selbstvertrauen, Lebensfreude Mangel, Besorgtheit, Kleinmut, Versagensgefühle Granat, Heliotrop
Hara 2 Nahe WS in Nabelhöhe Energie sammeln und aussenden Versenkung, Spannkraft, Beharrlichkeit, Zentrierung, Gleichgewicht Kraftlosigkeit, Spannungslosigkeit, Ungleichgewicht Tiegerauge, Pietersit
Erläuterungen:
1 orig. Name in Sanskrit
2 Das Hara wird im indischen nicht den klassischen Chakren zugeordnet.
Wichtige obere transpersonale Chakren (superpersonal)
Die superpersonalen Chakren befinden sich vertikal über dem Kopf - in der Tabelle abgekürzt als üdK:
Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Raumstern 2,5 Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) üdK Raum-Zeit-Kontinuum, Ewigkeit Telepathie, Allheitsbewusstsein Verlorensein Apophylit, Chalkopyrit
Himmelsstern Zwei Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) üdK Beziehung zu Gott als Himmelspol Andacht, Einfachheit, Demut Fanatismus, Anmaßung, Rebellion Diamant, Quarz (goldgelb)
Berufungszentrum Bei ausgestrecktem Arm in Fingerspitzenhöhe üdK Kodierung des Weges unserer Seele in diesem Leben Charisma, Erfüllung, Ermächtigung Wertlosigkeit, sich unerfüllt fühlen, Erfolgssucht Labradorit, Jade
Oberes Führungstor Bei ausgestrecktem Arm in Handgelenkhöhe üdK Animus, in Kontakt mit der männlichen Führung Hilfestellungen aus dem oberen Raum nutzen Fehlender Zugang zu diesen Kräften Beryll
Seelentor etwa 40cm üdK Interaktion von Seele zu Seele Seelische Begegnungen und Bindungen zulassen Unreife, Isolation, Egozentrik Jadeit, Falkenauge
Seelenpunkt Eine handbreit üdK Seele, höheres Selbst, Transformationszentrum Reinheit, Integrität, Authentizität, Unschuld Naivität, Aufspaltung, Schizophrenie, Abwesenheit Regenbogenfluorit, Mondstein, Spinell
Wichtige untere transpersonale Chakren (subpersonal)
Die suberpersonalen Chakren befinden sich vertikal unter den Füßen - in der Tabelle abgekürzt als udF:
Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Inkapunkt 1 Eine Handbreit udF Praktische Umsetzung des Seelenweges Instinktsicherheit, persönliche Wirkkraft Zerstreutheit, Disziplinlosigkeit, Abgehobenheit, Alltagsferne Markasit
Inkator 1 etwa 40cm udF Anbindung an Ahnenreihe, Stamm, Clan Treue, Ehre, Verbindlichkeit Unverbindlichkeit, Entwurzelung, Inkonsequenz Sarder
Unteres Führungstor Bei ausgestrecktem Arm in Handgelenkhöhe udF Anima, in Kontakt mit der weiblichen Führung Archaisches Ritualwissen aktivieren können kein Bewusstsein dieser Quelle Onyx, Obsidian
Erdkraftzentrum Bei ausgestrecktem Arm in Fingerspitzenhöhe udF Anbindung an die urwüchsige archaische Erdenergie Ekstase, Explosionskraft, Trance Morbidität, kein Zugang zu Ekstase Schörl, Jett
Erdstern Zwei Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) udF Austausch und Beziehung zu Göttin als Pol der Erde Fülle, Überfluss, Barmherzigkeit Armut, Magel, Kleinmut Jaspis
Erläuterungen:
1 Name angelehnt an "Inkarnation".
Die Chakren in der westlichen Welt
Physischer und Psychischer Einfluss
Hier fehlen Nachweise, welcher Tradition die Angaben folgen, und sollte dringend angegeben werden.
Nach anderen Traditionen wird die Sexualität in ihrer instinkthaften und fortpflanzungsorientierten Ausprägung dem Wurzelchakra zugeordnet, der erotisch/sinnliche Aspekt der Sexualität dagegen dem zweiten Chakra.
Die Yogaphilosophie geht davon aus, dass die Bewusstseinsebene eines Menschen von der Schwingungsfrequenz seiner Chakren abhängt (Schwingungslevel). Drehen die Chakren sich schnell, leuchten sie stark und sind ihre Farben klar, soll der entsprechende Mensch nicht nur körperlich und seelisch gesund sein, sondern sich auch auf einer hohen spirituellen Entwicklungsstufe befinden. Wenn alle sieben Hauptchakren einschließlich des Kronenchakras vollständig geöffnet sind und die Lebensenergie (Prana) ohne Blockaden und Störungen fließen kann, spricht man im Hinduismus/Buddhismus von einem „erleuchteten Menschen“. In der christlichen Tradition sind Chakren als Innenräume bekannt (Alexa Kriele – Wie im Himmel so auf Erden), so entspricht das erste Chakra zum Beispiel dem inneren Meer, das zweite der Krypta, das dritte der inneren Quelle, das vierte der inneren Kirche, das fünfte dem Turm mit dem Marienengel, das sechste dem Raum mit dem inneren Weisen und das siebte dem inneren Kosmos. Wann immer auf christlichen Darstellungen Engel oder Heilige (heilig = heil sein) abgebildet sind, haben diese einen Heiligenschein, also ein erleuchtetes bzw. voll geöffnetes Kronenchakra. Sie sind demnach auf der höchsten spirituellen Entwicklungsstufe angelangt.
Es heißt, die Entwicklung der einzelnen Chakren erfolge in Zyklen zu bestimmten Zeiten des Lebens und beginne schon im Mutterleib. Die Kindheit bis zum 7. Lebensjahr gilt als eine besonders prägende Phase. Traumatische Ereignisse, mangelnde Liebe, Gleichgültigkeit der Eltern, negative Prägungen, Unterdrückung der natürlichen Bedürfnisse usw. während dieser Zeit könnten dazu führen, dass einzelne oder mehrere Chakren sich nur unzureichend oder gar nicht entwickeln. So sei das erste Lebensjahr z. B. besonders wichtig für das Muladhara-Chakra, welches u. a. zuständig ist für das Urvertrauen. Wird der Säugling in dieser Zeit z. B. von der Mutter getrennt oder seine Bedürfnisse nach Nähe, Wärme, Nahrung usw. nicht befriedigt, könne das dazu führen, dass der erwachsene Mensch kein Vertrauen ins Leben hat und unter Existenzängsten leidet. Auch spätere Ereignisse oder eine falsche Lebensweise könnten darüber hinaus dazu führen, dass sogar in eigentlich gut entwickelten Chakren Blockaden entstehen. Gefühle wie Angst, Neid, Eifersucht, Hass könnten zu Blockaden führen. Und eine übertriebene Anpassung einhergehend mit der Zurückhaltung der Emotionen könnten einen Energiestau verursachen. Die gestaute Energie würde sich dann auf unangemessene Weise entladen (z. B. heftige Wutanfälle). (Siehe hierzu auch Körpertypen/ Charakteranalyse von Wilhelm Reich)
Jedes der sieben Hauptchakren soll für ganz bestimmte Bereiche der körperlichen Gesundheit sowie der seelisch-geistigen Vorgänge verantwortlich sein. Störungen und Blockaden der Chakren könnten sich daher sowohl auf der physischen als auch auf psychischer Ebene bzw. miteinander einhergehend zeigen. Yogaphilosophisch ist der Mensch diesen Störungen und Blockaden nicht machtlos ausgeliefert. Das Yogasystem soll Möglichkeiten bieten, die Chakren zu harmonisieren und Blockaden allmählich aufzulösen. Eines der Ziele des Yoga ist es, Körper, Seele und Geist auf energetische Weise zu heilen und so zu einer Ganzheit zurück zu finden und in der spirituellen Entwicklung voranzuschreiten. Dabei soll aber beachtet werden, dass es nicht reicht, sich z. B. intensiv mit Stirn- und Kronenchakra zu befassen, um Erkenntnis, Weisheit oder Erleuchtung zu erlangen. Das wäre nur möglich, wenn alle Chakren gleichermaßen geöffnet und frei sind, genauso wie es wenig Sinn hat, ein Dach (Kronenchakra) auf ein Haus zu setzen, dessen Fundament (Wurzelchakra) instabil ist.
Demzufolge kann alles, was mit und um einen geschieht, durch Chakren beeinflusst werden.
Die Hauptchakren im Detail
Nachfolgend aufgeführt ist eine Übersicht der Hauptchakren im 7-Chakra-System mit ihren Zuordnungen, physischen und psychischen Symptomen bei Störungen und Blockaden sowie positiven Einflüssen durch Kräuter, Aromen, Bachblüten, Heilsteinen, weitere Dinge des Alltags und Yogaübungen. Diese Auflistung entspricht modernen Zuordnungen des 20. Jahrhunderts und entsprechen nicht zwingend der Chakren-Lehre des traditionellen Tantrismus.
Wurzelchakra
Muladhara-Chakra (Mula = Wurzel, adhara = Stütze)
Zuordnung
Stabilität, Lebenswille, Lebenskraft, Selbsterhaltungstrieb, Sicherheit, Urvertrauen, Erdung, Aufnahme der Erdenergie
Physisch
Beckenboden, Dick- und Enddarm, Knochen, Beine und Füße, Zähne und Nägel, Blutbildung, Verdauung, Ischiasnerv, Drüsenfunktion der Nebennieren (Bildung von Kortison, Adrenalin, Noradrenalin – für Temperaturausgleich, Stressbewältigung, Allergieempfindlichkeit)
Störungsfrei
Lebenskraft, gute gesundheitliche Konstitution, Urvertrauen, Sicherheit, Geborgenheit, mit beiden Beinen auf der Erde, Ausdauer, Durchhaltevermögen, stabile Knochen und Nägel, gute Zähne, gute problemlose Verdauung und Ausscheidung
Störungen und Blockaden
Mangelnde Lebensenergie, wenig Lebensfreude, mangelndes Vertrauen ins Leben, Existenzängste, Misstrauen, Phobien (z. B. vor Spinnen oder ähnlichem), psychische Kraftlosigkeit, Depressionen, Darmerkrankungen, Hämorrhoiden, Verstopfung, Durchfall, Kreuzschmerzen, Hexenschuss, Ischialgien, Knochenerkrankungen, Osteoporose, Schmerzen in Beinen und Füßen, Krampfadern und Venenleiden, Blutarmut, Blutdruckschwankungen, stressbedingte Erkrankungen, allergische Beschwerden
Aroma
Nelke, Rosmarin, Ingwer, Vetiver, Zypresse, Zeder (Duftlampe, Rosmarinbäder, Massage Steißbeinbereich und Gesäß)
Kräuter
Baldrian, Lindenblüten, Holunder
Bachblüten
Clematis, Sweet Chestnut, Rock Rose
Im Alltag
Sportliche Betätigung, viel frische Luft, Fußmassagen, Barfußgehen, Waden- und Schenkelgüsse, Erde, Natur, Gartenarbeit, rote Kleidung + Tücher + Gegenstände, rhythmische Musik (Trommeln), Sonnenuntergang
Im Yogaunterricht
Alle Standhaltungen (z. B. Vrkshasana = Erdung, Verwurzelung, Erdenergie)
alles, was auf die Füße, Knie, Beine, Becken, Kreuzbein-Steißbeinbereich wirkt; alle Vorbeugen
Vokaltönen: U
Pranayama: Einatmung, in der Anhaltephase Mula-bandha, mit Ausatmung wieder lösen
--------------------------------------------------------------------------------
Sakralchakra (auch Sexualchakra)
Svadhisthana-Chakra (Svadhisthana = Süße, Lieblichkeit)
Zuordnung
Sexualität, Sinnlichkeit, Fortpflanzung, Arterhaltung, Kreativität, schöpferische Lebensenergie, Emotionen,
Physisch
Beckenraum, Kreuzbeinbereich, Geschlechts- und Unterleibsorgane, Keimdrüsen, Gebärmutter, Nieren, Harnblase, Prostata, Entgiftung, Blutkreislauf, Lymphfluss, Hüftgelenke, Lendenwirbelsäule, Immunsystem
Störungsfrei
Sinnlichkeit, Lebensfreude, Schöpferische Kraft, Kreativität, Sexuelle Energie, Lust am Leben, positive Bindungen zu anderen Menschen und zum anderen Geschlecht, Selbstbewusstsein, Begeisterungsfähigkeit
Störungen und Blockaden
Unfähigkeit das Leben zu genießen, seelische Kraftlosigkeit, Motivationslosigkeit, Eifersucht, Schuldgefühle, zwanghaftes Sexualverhalten, Sexgier, sexuelles Desinteresse, Suchtgefährdung, starke Stimmungsschwankungen, Triebhaftigkeit, Menstruationsbeschwerden, Erkrankungen von Gebärmutter und Eierstöcken, Prostata- und Hodenerkrankungen, Potenzstörungen, Pilzerkrankungen der Geschlechtsorgane, Geschlechtskrankheiten, Nierenerkrankungen, Blasenprobleme, Harnwegsinfektionen, Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, Hüftschmerzen, Folgeerscheinungen mangelnder Entgiftung
Aroma
Ylang-Ylang, Sandelholz, Myrrhe, Bitterorange, Pfeffer, Vanille, Orange (Frucht) (Duftlampe, Aromabäder, Massage des Unterbauches/Schambeinbereich)
Kräuter
Brennnessel, Schafgarbe, Petersilie
Bachblüten
Oak, Olive, Pine
Im Alltag
Kontakt zum Wasser: Spaziergang am See, Baden, Schwimmen, Dampfbad, sehr viel Trinken; Kreativität, bildende Künste, orangefarbene Kleidung + Tücher, orangefarbene Gegenstände und Blumen, Tanzen z. B. Bauchtanz, Tantra, Sinnlichkeit: duftende Körperöle, Aromabäder, Genuss von gutem Essen usw.
Im Yogaunterricht
Alle Standhaltungen, alle Vorbeugen, alles, was auf den Beckenraum, Kreuzbeinbereich, die Hüftgelenke, die Lendenwirbelsäule wirkt (z. B. Baddha Konasana, Mutter-Kind-Haltung usw.)
Vokaltönen: (geschlossenes) O
Pranayama: Einatmung, in Anhaltephase Mula-bandha, mit der Ausatmung lösen
Tantra-Yoga
--------------------------------------------------------------------------------
Nabelchakra (Solar-Plexus)
Manipura-Chakra (Manipura = leuchtender Juwel)
Zuordnung
Willenskraft, Selbstvertrauen, Persönlichkeit, Entwicklung des Ich, Selbstkontrolle, Gefühle, Sensibilität, Macht, Durchsetzungskraft
Physisch
Magen, Dünndarm, Leber, Milz, Gallenblase, Verdauungsprozess, vegetatives Nervensystem, Bauchspeicheldrüse
Störungsfrei
Hohes Maß an Energie und Lebendigkeit, Selbstbewusstsein, Ziele werden verwirklicht, Tatkraft, starke Persönlichkeit, Macht im positiven Sinne einhergehend mit Sensibilität und Mitgefühl, intuitive Entscheidungen (aus dem Bauch heraus), Gefühle können akzeptiert und gelebt werden, gute Nerven, guter Schlaf,
Störungen und Blockaden
Wenig Lebensenergie, Gefühlskälte, Gleichgültigkeit, Unsicherheit, mangelndes Selbstbewusstsein, Machtbesessenheit, übertriebener Ehrgeiz und Leistungsdenken, Rücksichtslosigkeit, Wutanfälle, Essstörungen, Schlafstörungen, Ziele nicht erreichen, keine Durchsetzungskraft, blockierte Gefühle, Magenerkrankungen, Refluxösophagitis (Sodbrennen), Erkrankungen von Leber, Milz + Gallenblase, Gelbsucht, Verdauungsstörungen, Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, Nervenerkrankungen, Diabetes mellitus, Übergewicht,
Aroma
Lavendel, Kamille, Zitrone, Anis, Grapefruit, Fenchel (Duftlampe, Kamillenbäder, Solarplexus-Massage)
Kräuter
Fenchel, Kamille, Wacholder
Bachblüten
Impatiens, Scleranthus, Hornbeam
Im Alltag
Tiefe Bauchatmung, kurze Sonnenbäder, gelbe Kleidungsstücke + Tücher, gelbe Tapeten, gelbe Gegenstände und Blumen, Feuer (Kamin, Lagerfeuer, Kerzen), gefühlvolle Musik,
Im Yogaunterricht
Alle Drehübungen, Alles, was auf die Bauchorgane wirkt (z. B. Pavana Mukthasana)
Vokaltönen: (offenes) O
Pranayama: (im Stand) Einatmung, Anhaltephase Uddiyana-bandha, vor der Ausatmung wieder lösen
--------------------------------------------------------------------------------
Herzchakra
Anahata-Chakra (Anahata = nicht angeschlagen, unbeschädigt)
Zuordnung
Liebe, Mitgefühl, Menschlichkeit, Zuneigung, Geborgenheit, Offenheit, Toleranz, Herzensgüte
Physisch
Herz, Lunge, Bronchien, Blutkreislauf, Blutdruck, Haut, Arme + Hände, oberer Rücken, Schultern, Thymusdrüse (Immunsystem),
Störungsfrei
Mitgefühl, tiefes Verständnis und Sichhineinversetzen, Überwindung von eigennützigem Denken und Handeln, umfassende uneigennützige Liebe, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und fremden Kulturen, es fällt leicht für andere Verantwortung zu übernehmen, auch sich selbst trotz Schwächen und Fehler liebevoll annehmen, Herzenswärme
Störungen und Blockaden
Lieblosigkeit, Herzenskälte, Verbitterung, Kontaktschwierigkeiten, Einsamkeit, Probleme Liebe anzunehmen, Beziehungsprobleme, Koronare Herzerkrankungen + Angina Pectoris, Herzrhythmusstörungen, hoher oder niedriger Blutdruck, Erhöhte Cholesterinwerte, Durchblutungsstörungen, Lungenerkrankungen, Asthma, Atembeschwerden, häufige Erkältungen, Allergien, Schmerzen in der Brustwirbelsäule und Schultern, Rheuma in Armen und Händen, Hauterkrankungen
Aroma
Rose, Jasmin, Estragon, Kardamom (Duftlampe, Rosenbäder, Brustmassagen)
Kräuter
Weißdorn, Thymian, Melisse
Bachblüten
Red Chestnut, Willow, Chicory (Zichorie)
Im Alltag
Sich selbst verwöhnen und Geschenke machen, viel in die Natur gehen und das Grün von Wiesen und Wäldern auf sich wirken lassen, sich um andere kümmern, offen sein für die Probleme anderer, anderen Lebewesen (auch Tieren) Mitgefühl entgegenbringen, grüne Kleidung, Tapeten, Gegenstände, viele Grünpflanzen in der Wohnung, andere Menschen berühren und umarmen, Shiatsu-o. Massagekurs besuchen / Reiki lernen (Hände)
Im Yogaunterricht
Alle Rückbeugen, Drehungen, Übungen für Schultern, Brustwirbelsäule, Arme + Hände, alles was auf das Herz-Kreislaufsystem wirkt z. B. Surya Namaskar (Sonnengruß)
Vokaltönen: A
Pranayama: Einatmung in Verbindung mit dem Ausbreiten der Arme (Herzraumöffnung)
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Kehlchakra
Vishuddha-Chakra (Vishuddhi = reinigen)
Zuordnung
Kommunikation, Wortbewusstsein, Inspiration, Wahrheit, mentale Kraft, Ausdruck der Kreativität, Musikalität
Physisch
Hals, Kehlkopf, Kiefer, Speise- und Luftröhre, Atmung, Stimme, Halswirbelsäule, Nacken, Schultern, Ohren, Schilddrüse (Stoffwechsel, Nervensystem)
Störungsfrei
Verbale und kreative Ausdrucksfähigkeit, Sprachgewandtheit, Kommunikationsfähigkeit, bewusster Umgang mit Worten (Wahrhaftigkeit), schöne Stimme, Musikalität,
Störungen und Blockaden
Schwierigkeiten Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, Angst seine eigene Meinung zu vertreten, Hemmungen, Schüchternheit, kein Zugang zur inneren Stimme, Halsschmerzen, Hals- und Mandelentzündungen, Heiserkeit, Sprachstörungen z. B. Stottern, Mundhöhlen-, Zahnfleisch- Kieferentzündungen, Schmerzen in Halswirbelsäule, Nacken + Schultern, Über- / Unterfunktion der Schilddrüse und damit einhergehende Störungen wie z. B. Nervosität/Antriebsschwäche
Aroma
Eukalyptus, Kampfer, Pfefferminze, römische Kamille, Manuka (Duftlampe, Dampfbäder mit Pfefferminze, Massage von Hals + Nacken)
Kräuter
Pfefferminze, Huflattich, Salbei
Bachblüten
Agrimony, Cerato, Mimulus
Im Alltag
Fremdsprachen lernen, Rhetorikkurs besuchen, Tagebuch schreiben, Himmelblau, Urlaub am Meer oder einem (blauen) See, hellblaue Kleidung, Tücher, Tapeten und Gegenstände, Stimmübungen mit Vokalen und Mantras, Musikunterricht + Gesangsstunden, im Chor mitsingen, seine Meinung sagen.
Im Yogaunterricht
Rückbeugen z. B. Setu Bandhasana und Umkehrhaltungen z. B. Sarvangasana, alle Übungen für Halswirbelsäule + Nacken, die Löwenhaltung
Vokaltönen: E
Pranayama: Einatmung, in der Anhaltephase Jalandhara-bandha, mit der Ausatmung lösen
--------------------------------------------------------------------------------
Stirnchakra
Das Stirnchakra wird auch Ajna-Chakra genannt. (Ajna = wahrnehmen)
Zuordnung
Intuition, Weisheit, Erkenntnis, Wahrnehmung, Phantasie, Vorstellungskraft, Selbsterkenntnis
Physisch Sinnesorgane: Augen, Ohren + Nase, Tastsinn, Nebenhöhlen, Gehirn, Hypophyse (und damit das gesamte Hormon- und Nervensystem), Hypothalamus
Störungsfrei
Gutes Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit, gute Intuition und Erkenntnis höherer Wirklichkeiten über das Alltagsbewusstsein hinaus, übersinnliche Wahrnehmung (Telepathie), gute Vorstellungskraft und viel Phantasie, geistige Klarheit, Selbsterkenntnis
Störungen und Blockaden
Konzentrations- und Lernschwächen, fehlende Einsicht und Phantasie, ein unruhiger Geist, Schizophrenie, Ängste + Wahnvorstellungen, Aberglauben + geistige Verwirrung, Stimmungstiefs (Sinnlosigkeit), Kopfschmerzen + Migräne, Gehirnerkrankungen, Augenleiden, Ohrenleiden, chron. Schnupfen + Nebenhöhlenentzündungen, Erkrankungen des Nervensystems + neurologische Störungen.
Aroma
Jasmin, Minze, Zitronengras, Veilchen, Weihrauch, Basilikum(süß) (Duftlampe, Bäder mit Veilchenöl, Massage des „dritten Auges“)
Kräuter
Johanniskraut, Fichte, Augentrost
Bachblüten
Crab Apple, Vine, Walnut
Im Alltag
Beschäftigung mit philosophischen und religiösen Schriften, Auseinandersetzung mit seinen Träumen, Meditationen (aber nicht bei völlig blockiertem Ajna-Chakra), Märchen und Fantasy-Literatur lesen, sich selbst Geschichten ausdenken, blaue Kleidung, Tücher, Wände und Gegenstände
Im Yogaunterricht
Alle Umkehrhaltungen, Augenübungen, Visualisationsübungen, Phantasiereisen
Vokaltönen: I
Pranayama: Nadi Shodhana Pranayama, Kapalabhati
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Kronenchakra
Sahasrara-Chakra (Sahasrara = tausendfältig, tausendfach)
Zuordnung
Spiritualität, Gotterkenntnis / Gottvertrauen (Ishvarapranidhana), Erleuchtung, Religiosität, Vollendung
Physisch
Mittelhirn, Zirbeldrüse (Epiphyse) (Schlaf-Wach-Rhythmus), ist nicht einzelnen Organen zugeordnet sondern hat eine schützende Wirkung auf den gesamten Organismus. In der Zirbeldrüse kommt das endogene Psychedelikum N,N-Dimethyltryptamin in den höchsten Konzentrationen im Körper vor. Es ist wahrscheinlich einer der Haupt-Neurotransmitter, die für den REM-Traum verantwortlich sind, und wird vor allem beim Tod in extremen Dosen ausgeschüttet.
Störungsfrei
Spirituelles Verständnis, Selbstverwirklichung, tieferer innerer Frieden, und (vorausgesetzt, auch alle anderen Chakras sind voll entwickelt und frei von Störungen) Erleuchtung, Vollendung
Störungen und Blockaden
Verhaftung in der materiellen Welt, ein Gefühl von Mangel, Leere und Unzufriedenheit, Weltschmerz, Dumpfheit, geistige Erschöpfung, Verneinung der Schöpferkraft, Immunschwäche, Nervenleiden, Lähmungserscheinungen, Multiple Sklerose, Krebserkrankungen, Ein- und Durchschlafstörungen
Aroma
Weihrauch, Rosenholz, Neroli. (Duftlampe, Vollbad mit Rosenholzöl)
Bachblüten
Wild Rose, White Chestnut
Im Alltag
Berggipfel ersteigen, weite Ausblicke/weiter Horizont, weiße und violette Kleidung, Tücher, Gegenstände, Blumen
Im Yogaunterricht
Umkehrhaltungen, vor allem aber Stilleübungen, Meditationen
Übungen zur Wahrnehmung und Energetisierung der Aura
Mantra: OM
Quellnachweise
1.↑ a b Wolf, Elias: Das Buch der 28 Chakren, Schirner Verlag, Darmstadt 2006
2.↑ Gimbel, Theo: Form, Sound, Colour and Healing, C.W. Daniel, Saffron Walden, 1987
3.↑ Brennan, Barbara-Ann: Licht-Arbeit, Goldmann, München, 1998
Literatur [Bearbeiten]
Arthur Avalon (John Woodroffe): The Serpent Power. Ganesh and Co., ISBN 81-85988-05-6.
Paramhans Swami Maheshwarananda: Die verborgenen Kräfte im Menschen. Chakras und Kundalini. Ibera-Verlag, Wien 2001, ISBN 3-85052-130-3.
Shalila Sharamon, Bodo J. Baginski: Das Chakra-Handbuch. Windpferd, Aitrang 2004, ISBN 3-89385-038-4.
Keith A. Sherwood: Chakras und Karma. Chakra-Arbeit zur Karma-Auflösung. Schirner, Darmstadt 2003, ISBN 3-89767-153-0.
Kalashatra Govinda: Chakra-Praxisbuch. Verlag Ludwig, München 2002, ISBN 3-7787-5029-1.
Dr. med. Christiane Page: Chakraheilung – Körperheilung. Knaur, München 1994, ISBN 3-426-76054-1.
Dr. med. Rick Strassman: DMT. Das Molekül des Bewusstseins. AT Verlag, Baden 2004, ISBN 3-85502-967-9.
Prof. Dr. med. Christian Scharfetter: Der spirituelle Weg und seine Gefahren. Thieme, Stuttgart 1999, ISBN 978-3-13-124135-1.
Wolf, Elias: Das Buch der 28 Chakren, Schirner Verlag, Darmstadt 2006, ISBN 3-89767-257-X
Namen und Symbole
Farbe Symbol Sanskrit Deutsch Element Symbol Gottheit Mantra
7. Sahasrāra
(Tausendfache) Kronen- oder Scheitelchakra (Universum) 1 Tausendblättriger Lotos Paramashiva OM oder Pranava
6. Ājñā
(Wahrnehmende) Stirnchakra oder Drittes Auge Geist (Manas) 2 96-blättriger Lotos
(zweimal 48 Blätter) Sambhu KSHAM
5. Viśuddha
(Reinigende) Hals- oder Kehlchakra Äther (Akasha) 16-blättriger Lotos Sadashiva HAM
4. Anāhata
(Unbeschädigte) Herzchakra Wind (Vayu) Zwölfblättriger Lotos Isha YAM
3. Manipūra
(Leuchtendes Juwel) Nabel- oder Solarplexuschakra Feuer (Agni) Zehnblättriger Lotos Rudra RAM
2. Svādhisthāna
(Süße, Liebliche) Sakral- oder Sexualchakra Wasser (Apas) Sechsblättriger Lotos Vishnu VAM
1. Mūlādhāra
(Wurzelstütze) Wurzel- oder Basischakra Erde (Prithivi) Vierblättriger Lotos Brahma LAM
Erklärungen:
1Keine Zuordnung.
2Geist wird nicht in allen Traditionen als Element verstanden.
Qualitäten
Lage der Chakren im Körper, SeitensichtDen Chakren werden unterschiedliche universelle Qualitäten des menschlichen Lebens zugeordnet. Aus diesen Qualitäten lassen sich wiederum subjektiv positive und negative Ausdrucksformen ableiten.
Farbe Qualität
7. Spiritualität, Bewusstheit, universelles Bewusstsein, höchste Erkenntnis
6. Wahrnehmung, Intuition, Erkenntnis, Willenskraft
5. Ausdruck, Kommunikation, Inspiration, Offenheit
4. Beziehung, Liebe, Mitgefühl, Herzenswärme, Heilung
3. Wille, Macht, Persönlichkeit, Weisheit, Verarbeitung (Erlebnisse, Gefühle)
2. Sexualität, Gefühle, Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Erotik
1. Überleben, Instinkte, Urvertrauen, Stabilität, Durchsetzungsfähigkeit
Die Nebenchakren in der Übersicht
Neben den bekannten sieben Hauptchakren werden in der Literatur [1] [2] [3] weitere Chakren angeführt, oft als Nebenchakren benannt. Hier existiert kein Konsens in einer einheitlichen Systematisierung wie bei den Hauptchakren, bestimmte Zentren (etwas Thymus-Chakra) werden jedoch von den meisten Autoren genannt sowie einheitlich lokalisiert und beschrieben - wenn auch unter verschiedenen Namen. Diese Energiezentren liegen mehrheitlich (jedoch nicht alle) entlang der Sushumna/Haralinie, sowohl auf der Ebene des physischen Körpers, als auch außerhalb (transpersonale Chakren). Die letzteren scheinen sich in ihrer Funktion oberhalb und unterhalb des Körpers zu spiegeln und haben durch Zugang zum transpersonalen Raum eine wichtige Bedeutung für manche Richtungen spiritueller Heilarbeit. Die folgenden Tabellen liefern eine Übersicht wichtiger Nebenchakren [1].
Anmerkung: Farbdarstellung ist dank Notwendigkeit websicherer Farben nur eine Annäherung. Die Chakrenfarben folgen der Lichtfrequenz von IR nach UV.
Wichtige Nebenchakren auf Körperebene
Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Oberes Stirnchakra Stirn, halber Weg 6. zu 7. Chakra Inspiration, Eingebungen, Weisheit Geistige Klarheit und Einsicht Fokus auf persönliche Urteile, Moral oder Ideologie, Kopflosigkeit Sodalith
Hinterkopf-Chakra Etwa Mitte vom Hinterkopf Imagination, Inspiration, leise Töne Ästhetik, Muse, Visionskraft, Balance Dumpfheit, Einfallslosigkeit Azurit
Thymus-Chakra Brustmitte, höhe Thymusdrüse Einheitsbewusstsein, "Landeplatz" der Seele, Funken Gottes Friede, Ankommen, Sein, Stille, Achtsamkeit, Wachheit, Freiheit Egozentrik, Narzissmus, Abwesenheit, Verzweiflung, Isolation, Einsamkeit, Rastlosigkeit Crysopras
Kalpa-Taru 1 halbe Höhe 3. zu 4. Chakra Manifestationskraft, Wunschzentrum Großzügigkeit, Manifestationskraft, Selbstvertrauen, Lebensfreude Mangel, Besorgtheit, Kleinmut, Versagensgefühle Granat, Heliotrop
Hara 2 Nahe WS in Nabelhöhe Energie sammeln und aussenden Versenkung, Spannkraft, Beharrlichkeit, Zentrierung, Gleichgewicht Kraftlosigkeit, Spannungslosigkeit, Ungleichgewicht Tiegerauge, Pietersit
Erläuterungen:
1 orig. Name in Sanskrit
2 Das Hara wird im indischen nicht den klassischen Chakren zugeordnet.
Wichtige obere transpersonale Chakren (superpersonal)
Die superpersonalen Chakren befinden sich vertikal über dem Kopf - in der Tabelle abgekürzt als üdK:
Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Raumstern 2,5 Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) üdK Raum-Zeit-Kontinuum, Ewigkeit Telepathie, Allheitsbewusstsein Verlorensein Apophylit, Chalkopyrit
Himmelsstern Zwei Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) üdK Beziehung zu Gott als Himmelspol Andacht, Einfachheit, Demut Fanatismus, Anmaßung, Rebellion Diamant, Quarz (goldgelb)
Berufungszentrum Bei ausgestrecktem Arm in Fingerspitzenhöhe üdK Kodierung des Weges unserer Seele in diesem Leben Charisma, Erfüllung, Ermächtigung Wertlosigkeit, sich unerfüllt fühlen, Erfolgssucht Labradorit, Jade
Oberes Führungstor Bei ausgestrecktem Arm in Handgelenkhöhe üdK Animus, in Kontakt mit der männlichen Führung Hilfestellungen aus dem oberen Raum nutzen Fehlender Zugang zu diesen Kräften Beryll
Seelentor etwa 40cm üdK Interaktion von Seele zu Seele Seelische Begegnungen und Bindungen zulassen Unreife, Isolation, Egozentrik Jadeit, Falkenauge
Seelenpunkt Eine handbreit üdK Seele, höheres Selbst, Transformationszentrum Reinheit, Integrität, Authentizität, Unschuld Naivität, Aufspaltung, Schizophrenie, Abwesenheit Regenbogenfluorit, Mondstein, Spinell
Wichtige untere transpersonale Chakren (subpersonal)
Die suberpersonalen Chakren befinden sich vertikal unter den Füßen - in der Tabelle abgekürzt als udF:
Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Inkapunkt 1 Eine Handbreit udF Praktische Umsetzung des Seelenweges Instinktsicherheit, persönliche Wirkkraft Zerstreutheit, Disziplinlosigkeit, Abgehobenheit, Alltagsferne Markasit
Inkator 1 etwa 40cm udF Anbindung an Ahnenreihe, Stamm, Clan Treue, Ehre, Verbindlichkeit Unverbindlichkeit, Entwurzelung, Inkonsequenz Sarder
Unteres Führungstor Bei ausgestrecktem Arm in Handgelenkhöhe udF Anima, in Kontakt mit der weiblichen Führung Archaisches Ritualwissen aktivieren können kein Bewusstsein dieser Quelle Onyx, Obsidian
Erdkraftzentrum Bei ausgestrecktem Arm in Fingerspitzenhöhe udF Anbindung an die urwüchsige archaische Erdenergie Ekstase, Explosionskraft, Trance Morbidität, kein Zugang zu Ekstase Schörl, Jett
Erdstern Zwei Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) udF Austausch und Beziehung zu Göttin als Pol der Erde Fülle, Überfluss, Barmherzigkeit Armut, Magel, Kleinmut Jaspis
Erläuterungen:
1 Name angelehnt an "Inkarnation".
Die Chakren in der westlichen Welt
Physischer und Psychischer Einfluss
Hier fehlen Nachweise, welcher Tradition die Angaben folgen, und sollte dringend angegeben werden.
Nach anderen Traditionen wird die Sexualität in ihrer instinkthaften und fortpflanzungsorientierten Ausprägung dem Wurzelchakra zugeordnet, der erotisch/sinnliche Aspekt der Sexualität dagegen dem zweiten Chakra.
Die Yogaphilosophie geht davon aus, dass die Bewusstseinsebene eines Menschen von der Schwingungsfrequenz seiner Chakren abhängt (Schwingungslevel). Drehen die Chakren sich schnell, leuchten sie stark und sind ihre Farben klar, soll der entsprechende Mensch nicht nur körperlich und seelisch gesund sein, sondern sich auch auf einer hohen spirituellen Entwicklungsstufe befinden. Wenn alle sieben Hauptchakren einschließlich des Kronenchakras vollständig geöffnet sind und die Lebensenergie (Prana) ohne Blockaden und Störungen fließen kann, spricht man im Hinduismus/Buddhismus von einem „erleuchteten Menschen“. In der christlichen Tradition sind Chakren als Innenräume bekannt (Alexa Kriele – Wie im Himmel so auf Erden), so entspricht das erste Chakra zum Beispiel dem inneren Meer, das zweite der Krypta, das dritte der inneren Quelle, das vierte der inneren Kirche, das fünfte dem Turm mit dem Marienengel, das sechste dem Raum mit dem inneren Weisen und das siebte dem inneren Kosmos. Wann immer auf christlichen Darstellungen Engel oder Heilige (heilig = heil sein) abgebildet sind, haben diese einen Heiligenschein, also ein erleuchtetes bzw. voll geöffnetes Kronenchakra. Sie sind demnach auf der höchsten spirituellen Entwicklungsstufe angelangt.
Es heißt, die Entwicklung der einzelnen Chakren erfolge in Zyklen zu bestimmten Zeiten des Lebens und beginne schon im Mutterleib. Die Kindheit bis zum 7. Lebensjahr gilt als eine besonders prägende Phase. Traumatische Ereignisse, mangelnde Liebe, Gleichgültigkeit der Eltern, negative Prägungen, Unterdrückung der natürlichen Bedürfnisse usw. während dieser Zeit könnten dazu führen, dass einzelne oder mehrere Chakren sich nur unzureichend oder gar nicht entwickeln. So sei das erste Lebensjahr z. B. besonders wichtig für das Muladhara-Chakra, welches u. a. zuständig ist für das Urvertrauen. Wird der Säugling in dieser Zeit z. B. von der Mutter getrennt oder seine Bedürfnisse nach Nähe, Wärme, Nahrung usw. nicht befriedigt, könne das dazu führen, dass der erwachsene Mensch kein Vertrauen ins Leben hat und unter Existenzängsten leidet. Auch spätere Ereignisse oder eine falsche Lebensweise könnten darüber hinaus dazu führen, dass sogar in eigentlich gut entwickelten Chakren Blockaden entstehen. Gefühle wie Angst, Neid, Eifersucht, Hass könnten zu Blockaden führen. Und eine übertriebene Anpassung einhergehend mit der Zurückhaltung der Emotionen könnten einen Energiestau verursachen. Die gestaute Energie würde sich dann auf unangemessene Weise entladen (z. B. heftige Wutanfälle). (Siehe hierzu auch Körpertypen/ Charakteranalyse von Wilhelm Reich)
Jedes der sieben Hauptchakren soll für ganz bestimmte Bereiche der körperlichen Gesundheit sowie der seelisch-geistigen Vorgänge verantwortlich sein. Störungen und Blockaden der Chakren könnten sich daher sowohl auf der physischen als auch auf psychischer Ebene bzw. miteinander einhergehend zeigen. Yogaphilosophisch ist der Mensch diesen Störungen und Blockaden nicht machtlos ausgeliefert. Das Yogasystem soll Möglichkeiten bieten, die Chakren zu harmonisieren und Blockaden allmählich aufzulösen. Eines der Ziele des Yoga ist es, Körper, Seele und Geist auf energetische Weise zu heilen und so zu einer Ganzheit zurück zu finden und in der spirituellen Entwicklung voranzuschreiten. Dabei soll aber beachtet werden, dass es nicht reicht, sich z. B. intensiv mit Stirn- und Kronenchakra zu befassen, um Erkenntnis, Weisheit oder Erleuchtung zu erlangen. Das wäre nur möglich, wenn alle Chakren gleichermaßen geöffnet und frei sind, genauso wie es wenig Sinn hat, ein Dach (Kronenchakra) auf ein Haus zu setzen, dessen Fundament (Wurzelchakra) instabil ist.
Demzufolge kann alles, was mit und um einen geschieht, durch Chakren beeinflusst werden.
Die Hauptchakren im Detail
Nachfolgend aufgeführt ist eine Übersicht der Hauptchakren im 7-Chakra-System mit ihren Zuordnungen, physischen und psychischen Symptomen bei Störungen und Blockaden sowie positiven Einflüssen durch Kräuter, Aromen, Bachblüten, Heilsteinen, weitere Dinge des Alltags und Yogaübungen. Diese Auflistung entspricht modernen Zuordnungen des 20. Jahrhunderts und entsprechen nicht zwingend der Chakren-Lehre des traditionellen Tantrismus.
Wurzelchakra
Muladhara-Chakra (Mula = Wurzel, adhara = Stütze)
Zuordnung
Stabilität, Lebenswille, Lebenskraft, Selbsterhaltungstrieb, Sicherheit, Urvertrauen, Erdung, Aufnahme der Erdenergie
Physisch
Beckenboden, Dick- und Enddarm, Knochen, Beine und Füße, Zähne und Nägel, Blutbildung, Verdauung, Ischiasnerv, Drüsenfunktion der Nebennieren (Bildung von Kortison, Adrenalin, Noradrenalin – für Temperaturausgleich, Stressbewältigung, Allergieempfindlichkeit)
Störungsfrei
Lebenskraft, gute gesundheitliche Konstitution, Urvertrauen, Sicherheit, Geborgenheit, mit beiden Beinen auf der Erde, Ausdauer, Durchhaltevermögen, stabile Knochen und Nägel, gute Zähne, gute problemlose Verdauung und Ausscheidung
Störungen und Blockaden
Mangelnde Lebensenergie, wenig Lebensfreude, mangelndes Vertrauen ins Leben, Existenzängste, Misstrauen, Phobien (z. B. vor Spinnen oder ähnlichem), psychische Kraftlosigkeit, Depressionen, Darmerkrankungen, Hämorrhoiden, Verstopfung, Durchfall, Kreuzschmerzen, Hexenschuss, Ischialgien, Knochenerkrankungen, Osteoporose, Schmerzen in Beinen und Füßen, Krampfadern und Venenleiden, Blutarmut, Blutdruckschwankungen, stressbedingte Erkrankungen, allergische Beschwerden
Aroma
Nelke, Rosmarin, Ingwer, Vetiver, Zypresse, Zeder (Duftlampe, Rosmarinbäder, Massage Steißbeinbereich und Gesäß)
Kräuter
Baldrian, Lindenblüten, Holunder
Bachblüten
Clematis, Sweet Chestnut, Rock Rose
Im Alltag
Sportliche Betätigung, viel frische Luft, Fußmassagen, Barfußgehen, Waden- und Schenkelgüsse, Erde, Natur, Gartenarbeit, rote Kleidung + Tücher + Gegenstände, rhythmische Musik (Trommeln), Sonnenuntergang
Im Yogaunterricht
Alle Standhaltungen (z. B. Vrkshasana = Erdung, Verwurzelung, Erdenergie)
alles, was auf die Füße, Knie, Beine, Becken, Kreuzbein-Steißbeinbereich wirkt; alle Vorbeugen
Vokaltönen: U
Pranayama: Einatmung, in der Anhaltephase Mula-bandha, mit Ausatmung wieder lösen
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Sakralchakra (auch Sexualchakra)
Svadhisthana-Chakra (Svadhisthana = Süße, Lieblichkeit)
Zuordnung
Sexualität, Sinnlichkeit, Fortpflanzung, Arterhaltung, Kreativität, schöpferische Lebensenergie, Emotionen,
Physisch
Beckenraum, Kreuzbeinbereich, Geschlechts- und Unterleibsorgane, Keimdrüsen, Gebärmutter, Nieren, Harnblase, Prostata, Entgiftung, Blutkreislauf, Lymphfluss, Hüftgelenke, Lendenwirbelsäule, Immunsystem
Störungsfrei
Sinnlichkeit, Lebensfreude, Schöpferische Kraft, Kreativität, Sexuelle Energie, Lust am Leben, positive Bindungen zu anderen Menschen und zum anderen Geschlecht, Selbstbewusstsein, Begeisterungsfähigkeit
Störungen und Blockaden
Unfähigkeit das Leben zu genießen, seelische Kraftlosigkeit, Motivationslosigkeit, Eifersucht, Schuldgefühle, zwanghaftes Sexualverhalten, Sexgier, sexuelles Desinteresse, Suchtgefährdung, starke Stimmungsschwankungen, Triebhaftigkeit, Menstruationsbeschwerden, Erkrankungen von Gebärmutter und Eierstöcken, Prostata- und Hodenerkrankungen, Potenzstörungen, Pilzerkrankungen der Geschlechtsorgane, Geschlechtskrankheiten, Nierenerkrankungen, Blasenprobleme, Harnwegsinfektionen, Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, Hüftschmerzen, Folgeerscheinungen mangelnder Entgiftung
Aroma
Ylang-Ylang, Sandelholz, Myrrhe, Bitterorange, Pfeffer, Vanille, Orange (Frucht) (Duftlampe, Aromabäder, Massage des Unterbauches/Schambeinbereich)
Kräuter
Brennnessel, Schafgarbe, Petersilie
Bachblüten
Oak, Olive, Pine
Im Alltag
Kontakt zum Wasser: Spaziergang am See, Baden, Schwimmen, Dampfbad, sehr viel Trinken; Kreativität, bildende Künste, orangefarbene Kleidung + Tücher, orangefarbene Gegenstände und Blumen, Tanzen z. B. Bauchtanz, Tantra, Sinnlichkeit: duftende Körperöle, Aromabäder, Genuss von gutem Essen usw.
Im Yogaunterricht
Alle Standhaltungen, alle Vorbeugen, alles, was auf den Beckenraum, Kreuzbeinbereich, die Hüftgelenke, die Lendenwirbelsäule wirkt (z. B. Baddha Konasana, Mutter-Kind-Haltung usw.)
Vokaltönen: (geschlossenes) O
Pranayama: Einatmung, in Anhaltephase Mula-bandha, mit der Ausatmung lösen
Tantra-Yoga
--------------------------------------------------------------------------------
Nabelchakra (Solar-Plexus)
Manipura-Chakra (Manipura = leuchtender Juwel)
Zuordnung
Willenskraft, Selbstvertrauen, Persönlichkeit, Entwicklung des Ich, Selbstkontrolle, Gefühle, Sensibilität, Macht, Durchsetzungskraft
Physisch
Magen, Dünndarm, Leber, Milz, Gallenblase, Verdauungsprozess, vegetatives Nervensystem, Bauchspeicheldrüse
Störungsfrei
Hohes Maß an Energie und Lebendigkeit, Selbstbewusstsein, Ziele werden verwirklicht, Tatkraft, starke Persönlichkeit, Macht im positiven Sinne einhergehend mit Sensibilität und Mitgefühl, intuitive Entscheidungen (aus dem Bauch heraus), Gefühle können akzeptiert und gelebt werden, gute Nerven, guter Schlaf,
Störungen und Blockaden
Wenig Lebensenergie, Gefühlskälte, Gleichgültigkeit, Unsicherheit, mangelndes Selbstbewusstsein, Machtbesessenheit, übertriebener Ehrgeiz und Leistungsdenken, Rücksichtslosigkeit, Wutanfälle, Essstörungen, Schlafstörungen, Ziele nicht erreichen, keine Durchsetzungskraft, blockierte Gefühle, Magenerkrankungen, Refluxösophagitis (Sodbrennen), Erkrankungen von Leber, Milz + Gallenblase, Gelbsucht, Verdauungsstörungen, Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, Nervenerkrankungen, Diabetes mellitus, Übergewicht,
Aroma
Lavendel, Kamille, Zitrone, Anis, Grapefruit, Fenchel (Duftlampe, Kamillenbäder, Solarplexus-Massage)
Kräuter
Fenchel, Kamille, Wacholder
Bachblüten
Impatiens, Scleranthus, Hornbeam
Im Alltag
Tiefe Bauchatmung, kurze Sonnenbäder, gelbe Kleidungsstücke + Tücher, gelbe Tapeten, gelbe Gegenstände und Blumen, Feuer (Kamin, Lagerfeuer, Kerzen), gefühlvolle Musik,
Im Yogaunterricht
Alle Drehübungen, Alles, was auf die Bauchorgane wirkt (z. B. Pavana Mukthasana)
Vokaltönen: (offenes) O
Pranayama: (im Stand) Einatmung, Anhaltephase Uddiyana-bandha, vor der Ausatmung wieder lösen
--------------------------------------------------------------------------------
Herzchakra
Anahata-Chakra (Anahata = nicht angeschlagen, unbeschädigt)
Zuordnung
Liebe, Mitgefühl, Menschlichkeit, Zuneigung, Geborgenheit, Offenheit, Toleranz, Herzensgüte
Physisch
Herz, Lunge, Bronchien, Blutkreislauf, Blutdruck, Haut, Arme + Hände, oberer Rücken, Schultern, Thymusdrüse (Immunsystem),
Störungsfrei
Mitgefühl, tiefes Verständnis und Sichhineinversetzen, Überwindung von eigennützigem Denken und Handeln, umfassende uneigennützige Liebe, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und fremden Kulturen, es fällt leicht für andere Verantwortung zu übernehmen, auch sich selbst trotz Schwächen und Fehler liebevoll annehmen, Herzenswärme
Störungen und Blockaden
Lieblosigkeit, Herzenskälte, Verbitterung, Kontaktschwierigkeiten, Einsamkeit, Probleme Liebe anzunehmen, Beziehungsprobleme, Koronare Herzerkrankungen + Angina Pectoris, Herzrhythmusstörungen, hoher oder niedriger Blutdruck, Erhöhte Cholesterinwerte, Durchblutungsstörungen, Lungenerkrankungen, Asthma, Atembeschwerden, häufige Erkältungen, Allergien, Schmerzen in der Brustwirbelsäule und Schultern, Rheuma in Armen und Händen, Hauterkrankungen
Aroma
Rose, Jasmin, Estragon, Kardamom (Duftlampe, Rosenbäder, Brustmassagen)
Kräuter
Weißdorn, Thymian, Melisse
Bachblüten
Red Chestnut, Willow, Chicory (Zichorie)
Im Alltag
Sich selbst verwöhnen und Geschenke machen, viel in die Natur gehen und das Grün von Wiesen und Wäldern auf sich wirken lassen, sich um andere kümmern, offen sein für die Probleme anderer, anderen Lebewesen (auch Tieren) Mitgefühl entgegenbringen, grüne Kleidung, Tapeten, Gegenstände, viele Grünpflanzen in der Wohnung, andere Menschen berühren und umarmen, Shiatsu-o. Massagekurs besuchen / Reiki lernen (Hände)
Im Yogaunterricht
Alle Rückbeugen, Drehungen, Übungen für Schultern, Brustwirbelsäule, Arme + Hände, alles was auf das Herz-Kreislaufsystem wirkt z. B. Surya Namaskar (Sonnengruß)
Vokaltönen: A
Pranayama: Einatmung in Verbindung mit dem Ausbreiten der Arme (Herzraumöffnung)
--------------------------------------------------------------------------------
Kehlchakra
Vishuddha-Chakra (Vishuddhi = reinigen)
Zuordnung
Kommunikation, Wortbewusstsein, Inspiration, Wahrheit, mentale Kraft, Ausdruck der Kreativität, Musikalität
Physisch
Hals, Kehlkopf, Kiefer, Speise- und Luftröhre, Atmung, Stimme, Halswirbelsäule, Nacken, Schultern, Ohren, Schilddrüse (Stoffwechsel, Nervensystem)
Störungsfrei
Verbale und kreative Ausdrucksfähigkeit, Sprachgewandtheit, Kommunikationsfähigkeit, bewusster Umgang mit Worten (Wahrhaftigkeit), schöne Stimme, Musikalität,
Störungen und Blockaden
Schwierigkeiten Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, Angst seine eigene Meinung zu vertreten, Hemmungen, Schüchternheit, kein Zugang zur inneren Stimme, Halsschmerzen, Hals- und Mandelentzündungen, Heiserkeit, Sprachstörungen z. B. Stottern, Mundhöhlen-, Zahnfleisch- Kieferentzündungen, Schmerzen in Halswirbelsäule, Nacken + Schultern, Über- / Unterfunktion der Schilddrüse und damit einhergehende Störungen wie z. B. Nervosität/Antriebsschwäche
Aroma
Eukalyptus, Kampfer, Pfefferminze, römische Kamille, Manuka (Duftlampe, Dampfbäder mit Pfefferminze, Massage von Hals + Nacken)
Kräuter
Pfefferminze, Huflattich, Salbei
Bachblüten
Agrimony, Cerato, Mimulus
Im Alltag
Fremdsprachen lernen, Rhetorikkurs besuchen, Tagebuch schreiben, Himmelblau, Urlaub am Meer oder einem (blauen) See, hellblaue Kleidung, Tücher, Tapeten und Gegenstände, Stimmübungen mit Vokalen und Mantras, Musikunterricht + Gesangsstunden, im Chor mitsingen, seine Meinung sagen.
Im Yogaunterricht
Rückbeugen z. B. Setu Bandhasana und Umkehrhaltungen z. B. Sarvangasana, alle Übungen für Halswirbelsäule + Nacken, die Löwenhaltung
Vokaltönen: E
Pranayama: Einatmung, in der Anhaltephase Jalandhara-bandha, mit der Ausatmung lösen
--------------------------------------------------------------------------------
Stirnchakra
Das Stirnchakra wird auch Ajna-Chakra genannt. (Ajna = wahrnehmen)
Zuordnung
Intuition, Weisheit, Erkenntnis, Wahrnehmung, Phantasie, Vorstellungskraft, Selbsterkenntnis
Physisch Sinnesorgane: Augen, Ohren + Nase, Tastsinn, Nebenhöhlen, Gehirn, Hypophyse (und damit das gesamte Hormon- und Nervensystem), Hypothalamus
Störungsfrei
Gutes Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit, gute Intuition und Erkenntnis höherer Wirklichkeiten über das Alltagsbewusstsein hinaus, übersinnliche Wahrnehmung (Telepathie), gute Vorstellungskraft und viel Phantasie, geistige Klarheit, Selbsterkenntnis
Störungen und Blockaden
Konzentrations- und Lernschwächen, fehlende Einsicht und Phantasie, ein unruhiger Geist, Schizophrenie, Ängste + Wahnvorstellungen, Aberglauben + geistige Verwirrung, Stimmungstiefs (Sinnlosigkeit), Kopfschmerzen + Migräne, Gehirnerkrankungen, Augenleiden, Ohrenleiden, chron. Schnupfen + Nebenhöhlenentzündungen, Erkrankungen des Nervensystems + neurologische Störungen.
Aroma
Jasmin, Minze, Zitronengras, Veilchen, Weihrauch, Basilikum(süß) (Duftlampe, Bäder mit Veilchenöl, Massage des „dritten Auges“)
Kräuter
Johanniskraut, Fichte, Augentrost
Bachblüten
Crab Apple, Vine, Walnut
Im Alltag
Beschäftigung mit philosophischen und religiösen Schriften, Auseinandersetzung mit seinen Träumen, Meditationen (aber nicht bei völlig blockiertem Ajna-Chakra), Märchen und Fantasy-Literatur lesen, sich selbst Geschichten ausdenken, blaue Kleidung, Tücher, Wände und Gegenstände
Im Yogaunterricht
Alle Umkehrhaltungen, Augenübungen, Visualisationsübungen, Phantasiereisen
Vokaltönen: I
Pranayama: Nadi Shodhana Pranayama, Kapalabhati
--------------------------------------------------------------------------------
Kronenchakra
Sahasrara-Chakra (Sahasrara = tausendfältig, tausendfach)
Zuordnung
Spiritualität, Gotterkenntnis / Gottvertrauen (Ishvarapranidhana), Erleuchtung, Religiosität, Vollendung
Physisch
Mittelhirn, Zirbeldrüse (Epiphyse) (Schlaf-Wach-Rhythmus), ist nicht einzelnen Organen zugeordnet sondern hat eine schützende Wirkung auf den gesamten Organismus. In der Zirbeldrüse kommt das endogene Psychedelikum N,N-Dimethyltryptamin in den höchsten Konzentrationen im Körper vor. Es ist wahrscheinlich einer der Haupt-Neurotransmitter, die für den REM-Traum verantwortlich sind, und wird vor allem beim Tod in extremen Dosen ausgeschüttet.
Störungsfrei
Spirituelles Verständnis, Selbstverwirklichung, tieferer innerer Frieden, und (vorausgesetzt, auch alle anderen Chakras sind voll entwickelt und frei von Störungen) Erleuchtung, Vollendung
Störungen und Blockaden
Verhaftung in der materiellen Welt, ein Gefühl von Mangel, Leere und Unzufriedenheit, Weltschmerz, Dumpfheit, geistige Erschöpfung, Verneinung der Schöpferkraft, Immunschwäche, Nervenleiden, Lähmungserscheinungen, Multiple Sklerose, Krebserkrankungen, Ein- und Durchschlafstörungen
Aroma
Weihrauch, Rosenholz, Neroli. (Duftlampe, Vollbad mit Rosenholzöl)
Bachblüten
Wild Rose, White Chestnut
Im Alltag
Berggipfel ersteigen, weite Ausblicke/weiter Horizont, weiße und violette Kleidung, Tücher, Gegenstände, Blumen
Im Yogaunterricht
Umkehrhaltungen, vor allem aber Stilleübungen, Meditationen
Übungen zur Wahrnehmung und Energetisierung der Aura
Mantra: OM
Quellnachweise
1.↑ a b Wolf, Elias: Das Buch der 28 Chakren, Schirner Verlag, Darmstadt 2006
2.↑ Gimbel, Theo: Form, Sound, Colour and Healing, C.W. Daniel, Saffron Walden, 1987
3.↑ Brennan, Barbara-Ann: Licht-Arbeit, Goldmann, München, 1998
Literatur [Bearbeiten]
Arthur Avalon (John Woodroffe): The Serpent Power. Ganesh and Co., ISBN 81-85988-05-6.
Paramhans Swami Maheshwarananda: Die verborgenen Kräfte im Menschen. Chakras und Kundalini. Ibera-Verlag, Wien 2001, ISBN 3-85052-130-3.
Shalila Sharamon, Bodo J. Baginski: Das Chakra-Handbuch. Windpferd, Aitrang 2004, ISBN 3-89385-038-4.
Keith A. Sherwood: Chakras und Karma. Chakra-Arbeit zur Karma-Auflösung. Schirner, Darmstadt 2003, ISBN 3-89767-153-0.
Kalashatra Govinda: Chakra-Praxisbuch. Verlag Ludwig, München 2002, ISBN 3-7787-5029-1.
Dr. med. Christiane Page: Chakraheilung – Körperheilung. Knaur, München 1994, ISBN 3-426-76054-1.
Dr. med. Rick Strassman: DMT. Das Molekül des Bewusstseins. AT Verlag, Baden 2004, ISBN 3-85502-967-9.
Prof. Dr. med. Christian Scharfetter: Der spirituelle Weg und seine Gefahren. Thieme, Stuttgart 1999, ISBN 978-3-13-124135-1.
Wolf, Elias: Das Buch der 28 Chakren, Schirner Verlag, Darmstadt 2006, ISBN 3-89767-257-X
Absolute Yoga Beginners Workshop mit Noeli beim Life Park Max DCC
Absolute Yoga Beginners Workshop
mit Noeli
am Samstag 20.02.2010 ab 18:30 Uhr
Life Park Max bietet regelmäßig einen Workshop für Yoga-Neulinge an.
In diesem Workshop lernen Yoga Anfänger die wichtigsten Yoga Grundstellungen (Asanas), die richtige Atemtechnik und mentale Konzentration. Auch Aspekte der Yoga Philosophie und die Geschichte des Yoga werden behandelt.
Der Absolute Beginners Workshop soll das Yoga Basiswissen mit Freude vermitteln und ist zudem die ideale Vorbereitung auf den Besuch von regulären Yoga Klassen. Die richtig erlernte Technik der Yogaposen vereinfacht die Praxis und ist eine gute Grundlage um schnell Fortschritte zu machen. Ein weiteres Ziel des Workshops ist es Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht zu verbessern und zu fördern.
Der Workshop ist zudem eine ideale Vorbereitung auf den Besuch von regulären Yoga Klassen. Jeder Teilnehmer erhält nach dem Kurs ein Skript mit den wichtigsten Punkten des Workshops.
Die Workshops sind zudem auch eine schöne Geschenkidee für Freunde und Bekannte, die Yoga für sich entdecken möchten.
mit Noeli
am Samstag 20.02.2010 ab 18:30 Uhr
Life Park Max bietet regelmäßig einen Workshop für Yoga-Neulinge an.
In diesem Workshop lernen Yoga Anfänger die wichtigsten Yoga Grundstellungen (Asanas), die richtige Atemtechnik und mentale Konzentration. Auch Aspekte der Yoga Philosophie und die Geschichte des Yoga werden behandelt.
Der Absolute Beginners Workshop soll das Yoga Basiswissen mit Freude vermitteln und ist zudem die ideale Vorbereitung auf den Besuch von regulären Yoga Klassen. Die richtig erlernte Technik der Yogaposen vereinfacht die Praxis und ist eine gute Grundlage um schnell Fortschritte zu machen. Ein weiteres Ziel des Workshops ist es Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht zu verbessern und zu fördern.
Der Workshop ist zudem eine ideale Vorbereitung auf den Besuch von regulären Yoga Klassen. Jeder Teilnehmer erhält nach dem Kurs ein Skript mit den wichtigsten Punkten des Workshops.
Die Workshops sind zudem auch eine schöne Geschenkidee für Freunde und Bekannte, die Yoga für sich entdecken möchten.
Was ist Yoga? -Traudi Pich -
WAS IST YOGA?
Yoga ist eine alte indische Wissenschaft, die Körper und Geist gleichzeitig beansprucht, trainiert und fördert. Das Sanskrit-Wort “Yoga” bedeutet “Vereinigung”, ein harmonisches Zusammenspiel von Körper und Geist in allen Aspekten des Lebens.
In den fast 5000 Jahre alten Büchern der Vedas wurde Yoga im Zusammenhang mit Ayurveda zum ersten Mal erwähnt. Yoga wurde entwickelt um die Gesundheit zu fördern und die mentale Disziplin zu schulen.
Die positiven Auswirkungen einer regelmässigen Yoga Praxis sind weitreichend: Von Stressabbau über Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Haltung, Kräftigung des Rückens bis zur Stärkung des Immunsystems und des Selbstwertgefühls.
HATHA YOGA
Hatha Yoga ist die Basis der heute meist praktizierten Yoga Stilrichtungen. Selbststudium durch innere Konzentration und Reflektion ist der Schwerpunkt. Dies wird erreicht durch das Üben von Sonnengrüssen, verschiedenen Asanas (Körperhaltungen), Pranayama (Atemkontrolle), durch das Erlernen von Bandhas ('geheimen' Energieverschlüssen), Meditation und Tiefenentspannung (Yoga Nidra), sowie durch das Rezitieren oder Singen von traditionellen vedischen und tantrischen Mantras, Kirtans und Bhajans. Auch Yoga-Philosophie wird in diesen Klassen vermittelt. Traditionelles Hatha Yoga ist ganzheitlich und spirituell und eignet sich besonders für Einsteigerinnen und Einsteiger und alle, die ein Yoga suchen, welches körperlich weniger anstrengend und vom Tempo her ruhiger ist.
WISSENSWERTES ÜBER YOGA
Die positiven Auswirkungen eines regelmässigen Yoga-Trainings auf Körper und Geist sind seit Jahrhunderten bekannt und auch wissenschaftlich belegt: Yoga fördert die Blutzirkulation und regt den Stoffwechsel an. Es stärkt die Muskulatur und hält das Bindegewebe straff. Yoga fördert die Beweglichkeit und das Gleichgewicht und trägt zu einer besseren Körperwahrnehmung bei. Yoga reguliert das Körpergewicht, hilft Stress abzubauen und die mentale Konzentration zu verbessern. Yoga hält uns jung, leistungsfähig und gesund.
Die Kleidung sollte bequem, dehnbar, nicht einengend und der Jahreszeit und Temperatur angepasst sein. Am besten eignen sich für Herren Shorts und ein kurzärmeliges T-Shirt, für Damen eine lange Trainingshose und ein Top oder T-Shirt. Socken werden keine getragen.
Wann üben?
Es empfiehlt sich mit leerem Magen zu üben. Nach einer schweren Mahlzeit sollte möglichst 3-4 Stunden, nach einem leichten Essen 1-2 Stunden gewartet werden. Ideal ist das Training am frühen Morgen vor dem Frühstück oder am Abend nach einem anstrengenden Tag. Wenn zuviel Ablenkung vorhanden ist oder Verpflichtungen anstehen, sollte das Training vermieden werden.
Wie lange üben?
Täglich 60 bis 90 Minuten wären ideal.
Wo üben?
Am besten rollt man eine Yoga-Matte (sticky mat) auf einer nicht rutschenden, ebenen und stabilen Unterlage (z.B. Holzboden) aus. Ein bewährtes Hilfsmittel, vor allem für Anfänger, ist ausserdem der Gebrauch eines Yoga-Blocks.
Yoga und Menstruation
In den Tagen mit starker Menstruation sollte kein Yoga gemacht werden, da anstrengende Körperübungen den Blutfluss unterbrechen oder stoppen können. Insbesondere Umkehrhaltungen (z.B. Kopfstand, Schulterstand u. ä.) sind nicht empfehlenswert. Asanas wie z.B. Trikonasana (Dreieck), Baddha Konasana (Schmetterling), Balasana (die kleine Schildkröte) und Upavistha Konasana (die Gretsche) hingegen können Schmerzen und Krämpfe während der Menstruation mildern.
Yoga und Schwangerschaft
Yoga während der Schwangerschaft ist wohltuend und lindert viele unangenehme Begleiterscheinungen. Vorsicht beim Trainieren ist dennoch angezeigt.
Im ersten Stadium der Schwangerschaft dürfen z.B. Asanas wie Janusirsasana C (Kopf-Knie-Stellung), Marichyasana B und D (Drehsitz) sowie Supta Hasta Padangusthasana (Vorbeuge mit halten des große Zehs) nicht ausgeübt werden. Andere Asanas sind speziell in fortgeschrittenem Stadium der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Welche Uebungen ausgeführt werden können, hängt weitgehend davon ab, wie häufig und intensiv die Frau VOR der Schwangerschaft Yoga praktiziert hat. Anfängerinnen besuchen mit Vorteil spezielle Klassen für Schwangere. Aber auch yoga-erfahrene Schwangere sollten keine neuen oder schwierigen Uebungen ausführen. In jedem Falle ist bei einer Schwangerschaft das Einverständnis des Arztes zum Yogatraining einzuholen.
Therapeutische Anwendungen
Yoga trägt zum Wohlbefinden bei und fördert eine gute Gesundheit. Großen Wert wird besonders auf die korrekte Atmung und Ausübung der Yoga-Positionen gelegt. Bei körperlichen Einschränkungen oder gesundheitlichen Problemen sollte Yoga jedoch nur in Absprache mit dem Arzt und unter Anleitung einer erfahrenen Lehrperson praktiziert werden.
Schwitzen
Yoga ist die “Kunst der Anstrengung” - was auch heißt, dass die Leistungsfähigkeit mit Bedacht und Verstand gesteigert werden sollte. Das Aufwärmen der Muskulatur ist wichtig um Verletzungen vorzubeugen. Schwitzen gehört zum Yoga-Training und reinigt den Körper.
Überanstrengung
Begeisterung soll nicht mit Ehrgeiz verwechselt, der Körper nicht überbeansprucht werden. Forciertes, unausgewogenes Trainieren kann Verletzungen hervorrufen. Wenn die Muskeln zittern, die Zähne zusammengebissen, die Schultern gekrümmt und der Atem angehalten werden, ist wieder zur Basis jeder Yoga-Praxis zurückzukehren: zur korrekten Ausrichtung des Körpers, verbunden mit einer gleichmäßigen und ruhigen Atmung.
Muskelkater
Nach dem Yoga-Training Muskelkater zu verspüren ist nichts Ungewöhnliches, sondern ein Zeichen, dass der Körper gefordert wurde.
Atmung
Die bewusste Steuerung des Atems ist essentiell im Yoga. Auch in schwierigen Positionen sollte die Atmung stets tief, ruhig und gleichmäßig sein.
WAS IST PRANA?
Pranayama bezeichnet die Atemübungen im Yoga. Aus der Sicht eines Yogis ist Prana die Lebensenergie, eine Energie, die den gesamten physischen Körper durchzieht und eine Verbindung zwischen Körper und Geist darstellt.
Ein Ziel des Pranayama ist es, das Prana im Körper anzureichern und damit dem Körper mehr Energie zur Verfügung zu stellen. Diese Energie muss dann im Körper ungehindert zirkulieren können. Dies geschieht aus Sicht der Yogis in den sogenannten Nadis, feinstofflichen Kanälen im Körper. Asanas dienen u.a. auch dazu, diese Kanäle zu reinigen.
Darüber hinaus wollen einige Pranayama Übungen dem Menschen zu mehr Harmonie und Frieden führen. Die Konzentration auf den Atem bzw. auf die Ausführung der Pranayama-Übungen ist eine Vorstufe zur Meditation.
Bei den Pranayama Übungen ist es noch wichtiger, nicht zu forcieren, immer bequem in den eigenen Grenzen zu bleiben. Man soll sehr langsam beginnen, vorschnelles Vorpreschen kann zu körperlichen Schäden führen.
So man die vorgeschlagenen Übungen durchführen möchte, gehe man langsam von Stufe zu Stufe. Pranayama sollte mit leerem Magen durchgeführt werden, am besten morgens. Der Atem sollte in den langsamen Übungen nicht hörbar ein- und ausströmen.
Pranayama (Atemübungen)
Es gibt im Yoga verschiedene Atemübungen mit diversen positiven Wirkungen:
* Reinigung der Lungen und Atemwege
* Reinigung der Nadis (Energiekanäle)
* Harmonisierung (des Nervensystems, der Gedankenvorgänge und der Emotionen)
* Entspannung
* Energieaktivierung
WAS IST MEDITATION?
Gerade unter dem Begriff Meditation wird eine Vielzahl von Übungen subsumiert. Jede Handlung kann im Geiste der Meditation durchgeführt werden. Vereinigendes Merkmal aller Meditationsarten ist die Verweilung in der Gegenwart. Der Mensch soll fähig werden, einen Schritt zurück zu treten um die Identifikation mit dem Ego Stück für Stück abzubauen. Es soll klar werden, dass der Mensch nicht seine Gedanken ist.
Am effektivsten ist es sicherlich, dafür bequeme, nicht ermüdende Körperstellungen einzunehmen (der Lotus-Sitz und seine Abwandlungen bieten sich hierfür an, soweit er problemlos beherrscht wird). Förderlich ist eine ruhige Umgebung, in der man nicht gestört wird. Die tägliche Ausführung ist am effektivsten, insbesondere, wenn immer zur selben Stunde geübt wird. Der Mensch als Gewohnheitstier schaltet dann viel leichter um.
Irgendwann soll die Geisteshaltung in der Meditation immer weiter in den Alltag reichen. Endziel ist es, alle Handlungen in einem wachen Geist und einem liebenden Herzen vorzunehmen.
Ein weiteres Kernelement aller Meditationstechniken ist das Ziel, den Menschen in eine klare Gegenwart zu holen. Gedanken sollen nicht unterdrückt, dafür aber beobachtet werden. So lernt man Stück für Stück sich nicht mit seinen Gedanken zu identifizieren – man wird freier.
Welche Technik ist nun für mich die richtige? Hier hilft sicherlich das Ausprobieren.
Wichtiger noch als das Ausprobieren oder der Suche nach der richtigen Technik ist die Konstanz des Übens. Sicherlich auch der schwerste Aspekt ;-).
Der Sonnengruß Surya Namaskar
Wirkungen von Surya Namaskar, des Sonnengebets:
Körperlich: Der Sonnengruß, der am Anfang der Stunde geübt wird, ist unerlässlich als Vorbereitung auf die Asanas.Er dehnt und wärmt den Körper. Hunderte von Muskeln werden während des Sonnengrußes eingesetzt. Der Sonnengruß lädt das Sonnengeflecht wieder mit Energie auf und regt das Herz-Kreislauf-System an. Diese Übung ist keine Asana (Stellung), sondern eine Yoga-Übung für sich.
Energetisch: Besonders das Sonnengeflecht wird angeregt. Das Sonnengebet belebt und energetisiert.
In den 12 Bewegungen werden alle Chakren angesprochen: (1) Anahata (2) Vishuddha (3) Swadhisthana (4) Ajna (5) Muladhara (6) Manipura (7) Vishuddha (8) Muladhara (9) Ajna (10) Swadhisthana (11) Vishuddha (12) Sahasrara – Erläuterung auf Seite …..
Geistig: Die Übung harmonisiert und gibt Selbstvertrauen
1. Ausatmen, dabei Hände vor dem Brustkorb zusammengeben.
2. Einatmen, dabei Arme heben, Schulterblätter zusammen geben. Gesäß angespannt.
3. Ausatmen, dabei Knie beugen, Oberkörper nach vorne beugen, Hände neben die Füsse
4. Einatmen, dabei rechtes Bein nach hinten geben.
5. Atem anhalten, dabei beide Beine nach hinten geben.
6. Ausatmen, Knie, Brust und Stirn auf den Boden legen.
7. Einatmen, dabei Brustkorb und Kopf heben. Gesäß angespannt.
8. Ausatmen, dabei Becken heben, Fersen in den Boden drücken.
9. Einatmen, dabei rechten Fuß nach vorne geben zwischen die Hände.
10. Ausatmen, beide Beine gebeugt nach vorne geben.
11. Einatmen, dabei mit gebeugten Knien und geradem Rücken aufrichten.
12. Ausatmen, Arme senken
Affirmationen zum Sonnengebet
1 - Mutter / Vater, in Stille trete ich vor Dich hin
2 - Ich erhebe meine Hände und mein Herz zu Dir
3 - Beuge Dich und berühre mich, Mutter / Vater
4 - Ich erhebe meine Augen zu Dir
5 - Halte mich im Gleichgewicht
6 - Du bist meine Grundlage, mein Fels, meine Weisheit, mein Wissen und Gedächtnis
7 - Ich erhebe meine Augen zu Dir
8 - Von den Tiefen meines Selbst rufe ich Dich
9 - Ich erhebe meine Augen zu Dir
10 - Beuge Dich hinunter und berühre mich, Mutter / Vater
11 - Ich erhebe meine Hände und mein Herz zu Dir
12 - Mutter / Vater, in Stille trete ich vor Dich hin
Gebet von NarayaniMa
Von Hildegard Jaerschke
1 - Ich grüße
2 - das Licht in Sonne und Mond
3 - die Erde, die mich trägt
4 - den Strom des Lebens
5 - mit seinen Höhen
6 - und Tiefen
7 - das erwachende Bewußtsein
8 - das sich ausweitet
9 - das Licht in meinem Herzen
10 - Erde
11 - und Himmel sind eins
12 - OM
Yoga ist eine alte indische Wissenschaft, die Körper und Geist gleichzeitig beansprucht, trainiert und fördert. Das Sanskrit-Wort “Yoga” bedeutet “Vereinigung”, ein harmonisches Zusammenspiel von Körper und Geist in allen Aspekten des Lebens.
In den fast 5000 Jahre alten Büchern der Vedas wurde Yoga im Zusammenhang mit Ayurveda zum ersten Mal erwähnt. Yoga wurde entwickelt um die Gesundheit zu fördern und die mentale Disziplin zu schulen.
Die positiven Auswirkungen einer regelmässigen Yoga Praxis sind weitreichend: Von Stressabbau über Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Haltung, Kräftigung des Rückens bis zur Stärkung des Immunsystems und des Selbstwertgefühls.
HATHA YOGA
Hatha Yoga ist die Basis der heute meist praktizierten Yoga Stilrichtungen. Selbststudium durch innere Konzentration und Reflektion ist der Schwerpunkt. Dies wird erreicht durch das Üben von Sonnengrüssen, verschiedenen Asanas (Körperhaltungen), Pranayama (Atemkontrolle), durch das Erlernen von Bandhas ('geheimen' Energieverschlüssen), Meditation und Tiefenentspannung (Yoga Nidra), sowie durch das Rezitieren oder Singen von traditionellen vedischen und tantrischen Mantras, Kirtans und Bhajans. Auch Yoga-Philosophie wird in diesen Klassen vermittelt. Traditionelles Hatha Yoga ist ganzheitlich und spirituell und eignet sich besonders für Einsteigerinnen und Einsteiger und alle, die ein Yoga suchen, welches körperlich weniger anstrengend und vom Tempo her ruhiger ist.
WISSENSWERTES ÜBER YOGA
Die positiven Auswirkungen eines regelmässigen Yoga-Trainings auf Körper und Geist sind seit Jahrhunderten bekannt und auch wissenschaftlich belegt: Yoga fördert die Blutzirkulation und regt den Stoffwechsel an. Es stärkt die Muskulatur und hält das Bindegewebe straff. Yoga fördert die Beweglichkeit und das Gleichgewicht und trägt zu einer besseren Körperwahrnehmung bei. Yoga reguliert das Körpergewicht, hilft Stress abzubauen und die mentale Konzentration zu verbessern. Yoga hält uns jung, leistungsfähig und gesund.
Die Kleidung sollte bequem, dehnbar, nicht einengend und der Jahreszeit und Temperatur angepasst sein. Am besten eignen sich für Herren Shorts und ein kurzärmeliges T-Shirt, für Damen eine lange Trainingshose und ein Top oder T-Shirt. Socken werden keine getragen.
Wann üben?
Es empfiehlt sich mit leerem Magen zu üben. Nach einer schweren Mahlzeit sollte möglichst 3-4 Stunden, nach einem leichten Essen 1-2 Stunden gewartet werden. Ideal ist das Training am frühen Morgen vor dem Frühstück oder am Abend nach einem anstrengenden Tag. Wenn zuviel Ablenkung vorhanden ist oder Verpflichtungen anstehen, sollte das Training vermieden werden.
Wie lange üben?
Täglich 60 bis 90 Minuten wären ideal.
Wo üben?
Am besten rollt man eine Yoga-Matte (sticky mat) auf einer nicht rutschenden, ebenen und stabilen Unterlage (z.B. Holzboden) aus. Ein bewährtes Hilfsmittel, vor allem für Anfänger, ist ausserdem der Gebrauch eines Yoga-Blocks.
Yoga und Menstruation
In den Tagen mit starker Menstruation sollte kein Yoga gemacht werden, da anstrengende Körperübungen den Blutfluss unterbrechen oder stoppen können. Insbesondere Umkehrhaltungen (z.B. Kopfstand, Schulterstand u. ä.) sind nicht empfehlenswert. Asanas wie z.B. Trikonasana (Dreieck), Baddha Konasana (Schmetterling), Balasana (die kleine Schildkröte) und Upavistha Konasana (die Gretsche) hingegen können Schmerzen und Krämpfe während der Menstruation mildern.
Yoga und Schwangerschaft
Yoga während der Schwangerschaft ist wohltuend und lindert viele unangenehme Begleiterscheinungen. Vorsicht beim Trainieren ist dennoch angezeigt.
Im ersten Stadium der Schwangerschaft dürfen z.B. Asanas wie Janusirsasana C (Kopf-Knie-Stellung), Marichyasana B und D (Drehsitz) sowie Supta Hasta Padangusthasana (Vorbeuge mit halten des große Zehs) nicht ausgeübt werden. Andere Asanas sind speziell in fortgeschrittenem Stadium der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Welche Uebungen ausgeführt werden können, hängt weitgehend davon ab, wie häufig und intensiv die Frau VOR der Schwangerschaft Yoga praktiziert hat. Anfängerinnen besuchen mit Vorteil spezielle Klassen für Schwangere. Aber auch yoga-erfahrene Schwangere sollten keine neuen oder schwierigen Uebungen ausführen. In jedem Falle ist bei einer Schwangerschaft das Einverständnis des Arztes zum Yogatraining einzuholen.
Therapeutische Anwendungen
Yoga trägt zum Wohlbefinden bei und fördert eine gute Gesundheit. Großen Wert wird besonders auf die korrekte Atmung und Ausübung der Yoga-Positionen gelegt. Bei körperlichen Einschränkungen oder gesundheitlichen Problemen sollte Yoga jedoch nur in Absprache mit dem Arzt und unter Anleitung einer erfahrenen Lehrperson praktiziert werden.
Schwitzen
Yoga ist die “Kunst der Anstrengung” - was auch heißt, dass die Leistungsfähigkeit mit Bedacht und Verstand gesteigert werden sollte. Das Aufwärmen der Muskulatur ist wichtig um Verletzungen vorzubeugen. Schwitzen gehört zum Yoga-Training und reinigt den Körper.
Überanstrengung
Begeisterung soll nicht mit Ehrgeiz verwechselt, der Körper nicht überbeansprucht werden. Forciertes, unausgewogenes Trainieren kann Verletzungen hervorrufen. Wenn die Muskeln zittern, die Zähne zusammengebissen, die Schultern gekrümmt und der Atem angehalten werden, ist wieder zur Basis jeder Yoga-Praxis zurückzukehren: zur korrekten Ausrichtung des Körpers, verbunden mit einer gleichmäßigen und ruhigen Atmung.
Muskelkater
Nach dem Yoga-Training Muskelkater zu verspüren ist nichts Ungewöhnliches, sondern ein Zeichen, dass der Körper gefordert wurde.
Atmung
Die bewusste Steuerung des Atems ist essentiell im Yoga. Auch in schwierigen Positionen sollte die Atmung stets tief, ruhig und gleichmäßig sein.
WAS IST PRANA?
Pranayama bezeichnet die Atemübungen im Yoga. Aus der Sicht eines Yogis ist Prana die Lebensenergie, eine Energie, die den gesamten physischen Körper durchzieht und eine Verbindung zwischen Körper und Geist darstellt.
Ein Ziel des Pranayama ist es, das Prana im Körper anzureichern und damit dem Körper mehr Energie zur Verfügung zu stellen. Diese Energie muss dann im Körper ungehindert zirkulieren können. Dies geschieht aus Sicht der Yogis in den sogenannten Nadis, feinstofflichen Kanälen im Körper. Asanas dienen u.a. auch dazu, diese Kanäle zu reinigen.
Darüber hinaus wollen einige Pranayama Übungen dem Menschen zu mehr Harmonie und Frieden führen. Die Konzentration auf den Atem bzw. auf die Ausführung der Pranayama-Übungen ist eine Vorstufe zur Meditation.
Bei den Pranayama Übungen ist es noch wichtiger, nicht zu forcieren, immer bequem in den eigenen Grenzen zu bleiben. Man soll sehr langsam beginnen, vorschnelles Vorpreschen kann zu körperlichen Schäden führen.
So man die vorgeschlagenen Übungen durchführen möchte, gehe man langsam von Stufe zu Stufe. Pranayama sollte mit leerem Magen durchgeführt werden, am besten morgens. Der Atem sollte in den langsamen Übungen nicht hörbar ein- und ausströmen.
Pranayama (Atemübungen)
Es gibt im Yoga verschiedene Atemübungen mit diversen positiven Wirkungen:
* Reinigung der Lungen und Atemwege
* Reinigung der Nadis (Energiekanäle)
* Harmonisierung (des Nervensystems, der Gedankenvorgänge und der Emotionen)
* Entspannung
* Energieaktivierung
WAS IST MEDITATION?
Gerade unter dem Begriff Meditation wird eine Vielzahl von Übungen subsumiert. Jede Handlung kann im Geiste der Meditation durchgeführt werden. Vereinigendes Merkmal aller Meditationsarten ist die Verweilung in der Gegenwart. Der Mensch soll fähig werden, einen Schritt zurück zu treten um die Identifikation mit dem Ego Stück für Stück abzubauen. Es soll klar werden, dass der Mensch nicht seine Gedanken ist.
Am effektivsten ist es sicherlich, dafür bequeme, nicht ermüdende Körperstellungen einzunehmen (der Lotus-Sitz und seine Abwandlungen bieten sich hierfür an, soweit er problemlos beherrscht wird). Förderlich ist eine ruhige Umgebung, in der man nicht gestört wird. Die tägliche Ausführung ist am effektivsten, insbesondere, wenn immer zur selben Stunde geübt wird. Der Mensch als Gewohnheitstier schaltet dann viel leichter um.
Irgendwann soll die Geisteshaltung in der Meditation immer weiter in den Alltag reichen. Endziel ist es, alle Handlungen in einem wachen Geist und einem liebenden Herzen vorzunehmen.
Ein weiteres Kernelement aller Meditationstechniken ist das Ziel, den Menschen in eine klare Gegenwart zu holen. Gedanken sollen nicht unterdrückt, dafür aber beobachtet werden. So lernt man Stück für Stück sich nicht mit seinen Gedanken zu identifizieren – man wird freier.
Welche Technik ist nun für mich die richtige? Hier hilft sicherlich das Ausprobieren.
Wichtiger noch als das Ausprobieren oder der Suche nach der richtigen Technik ist die Konstanz des Übens. Sicherlich auch der schwerste Aspekt ;-).
Der Sonnengruß Surya Namaskar
Wirkungen von Surya Namaskar, des Sonnengebets:
Körperlich: Der Sonnengruß, der am Anfang der Stunde geübt wird, ist unerlässlich als Vorbereitung auf die Asanas.Er dehnt und wärmt den Körper. Hunderte von Muskeln werden während des Sonnengrußes eingesetzt. Der Sonnengruß lädt das Sonnengeflecht wieder mit Energie auf und regt das Herz-Kreislauf-System an. Diese Übung ist keine Asana (Stellung), sondern eine Yoga-Übung für sich.
Energetisch: Besonders das Sonnengeflecht wird angeregt. Das Sonnengebet belebt und energetisiert.
In den 12 Bewegungen werden alle Chakren angesprochen: (1) Anahata (2) Vishuddha (3) Swadhisthana (4) Ajna (5) Muladhara (6) Manipura (7) Vishuddha (8) Muladhara (9) Ajna (10) Swadhisthana (11) Vishuddha (12) Sahasrara – Erläuterung auf Seite …..
Geistig: Die Übung harmonisiert und gibt Selbstvertrauen
1. Ausatmen, dabei Hände vor dem Brustkorb zusammengeben.
2. Einatmen, dabei Arme heben, Schulterblätter zusammen geben. Gesäß angespannt.
3. Ausatmen, dabei Knie beugen, Oberkörper nach vorne beugen, Hände neben die Füsse
4. Einatmen, dabei rechtes Bein nach hinten geben.
5. Atem anhalten, dabei beide Beine nach hinten geben.
6. Ausatmen, Knie, Brust und Stirn auf den Boden legen.
7. Einatmen, dabei Brustkorb und Kopf heben. Gesäß angespannt.
8. Ausatmen, dabei Becken heben, Fersen in den Boden drücken.
9. Einatmen, dabei rechten Fuß nach vorne geben zwischen die Hände.
10. Ausatmen, beide Beine gebeugt nach vorne geben.
11. Einatmen, dabei mit gebeugten Knien und geradem Rücken aufrichten.
12. Ausatmen, Arme senken
Affirmationen zum Sonnengebet
1 - Mutter / Vater, in Stille trete ich vor Dich hin
2 - Ich erhebe meine Hände und mein Herz zu Dir
3 - Beuge Dich und berühre mich, Mutter / Vater
4 - Ich erhebe meine Augen zu Dir
5 - Halte mich im Gleichgewicht
6 - Du bist meine Grundlage, mein Fels, meine Weisheit, mein Wissen und Gedächtnis
7 - Ich erhebe meine Augen zu Dir
8 - Von den Tiefen meines Selbst rufe ich Dich
9 - Ich erhebe meine Augen zu Dir
10 - Beuge Dich hinunter und berühre mich, Mutter / Vater
11 - Ich erhebe meine Hände und mein Herz zu Dir
12 - Mutter / Vater, in Stille trete ich vor Dich hin
Gebet von NarayaniMa
Von Hildegard Jaerschke
1 - Ich grüße
2 - das Licht in Sonne und Mond
3 - die Erde, die mich trägt
4 - den Strom des Lebens
5 - mit seinen Höhen
6 - und Tiefen
7 - das erwachende Bewußtsein
8 - das sich ausweitet
9 - das Licht in meinem Herzen
10 - Erde
11 - und Himmel sind eins
12 - OM
10.02.2010
Yoga Bandhas
Bandhas - Yogische Energieschleußen
Text: Hari Kaur Khalsa
Yogische Energieschleusen zur Entwicklung innerer Stärke, Empfindsamkeit und Feinheit.
Eine empfindsame Person ist jemand, der die Fähigkeit hat, Intuition und Empfindsamkeit inmitten von Chaos zu benutzen; eine Person, die Entscheidungen treffen kann, die sich auf innere Werte gründen, und die in ihrem Leben das Licht und die Hoffnung mit der Welt teilt. Wenn über „unsere Evolution hin zu dem empfindsamen Menschen“ gesprochen wird, dann ist damit der wirkliche Kern unserer Praxis, der Kern unserer Handlungen und der Kern unserer Entwicklung als spirituelle Wesen in einem menschlichen Körper gemeint. Kundalini-Yoga enthält die Tiefe, uns dieser Evolution näher zu bringen.
Die Bandhas, oder die Schleusen, sind wesentlich im Kundalini-Yoga. Das Können und die innere Bewusstheit, die für die Anwendung der Körperschleusen nötig sind, zu erlernen und zu entwickeln, wird unsere Yogapraxis vertiefen und effektiver machen. Die Schleusen sind bestimmte Kontraktionen verschiedener zentraler Bereiche des Körpers und werden in vielen Kundalini-Yoga Meditationen und Kriyas benutzt.
Die richtige Anwendung dieser Schleusen wird uns dabei helfen, Blockaden aufzulösen, die den freien Fluss der Energie im physischen Körper, in den Chakren und in den feinstofflichen Körpern behindern. Durch einen stetigen Energiefluss können wir in unserem Leben Harmonie und Gleichgewicht etablieren, wir bekommen Zugang zu unseren inneren Werten, und wir können uns selbst mit Integrität darstellen. Die Körperschleusen erhöhen das Bewusstsein.
1 Nackenschleuse - Jalandhara Bandha
Die Nackenschleuse, Jalandhara Bandha, ist eine grundlegende Schleuse, die durchgehend während Kundalini-Yoga Übungen angewandt wird, es sei denn man bewegt den Kopf, zum Beispiel beim Kreisen des Kopfes oder wenn es ausdrücklich angesagt wird. Bei den meisten Pranayama Übungen und Meditationen wird die Nackenschleuse angewandt, ebenso beim Singen.
Ausführung von Jalandhara Bandha
Sitzen Sie bequem mit gerader Wirbelsäule. Heben Sie die Brust und das Brustbein etwas an. Strecken Sie die Rückseite des Nackens ein wenig, indem Sie das Kinn etwas in Richtung des Halses bringen. Halten Sie den Kopf gerade und mittig, ohne ihn nach links oder rechts zu neigen. Entspannen Sie die Muskeln von Gesicht, Nacken und Kehle so gut es geht.
Die Nackenschleuse wird automatisch ausgeführt, wenn Kinn und Brust in der richtigen Position zueinander stehen. Zwingen Sie den Kopf nicht nach vorne oder nach unten. Gewöhnlich strecken Anfänger im Yoga ihren Nacken während andere Teile ihres Körpers noch nicht flexibel genug sind. Wenn Sie die Nackenschleuse anwenden, erlauben Sie damit dem Nacken, sich zu öffnen und seine natürliche Struktur aufrechtzuerhalten. Dies wird Ihnen helfen, die Haltung der Wirbelsäule insgesamt zu verbessern. Außerdem versiegelt die Schleuse die Energie, die in den oberen Bereichen des Hirnstammes gebildet wird, so dass es einfacher wird, sich zu konzentrieren und zu meditieren.
Der Knoten Shivas
Jalandhara Bandha hilft den „Knoten Shivas aufzulösen“, wenn es bewusst und richtig angewandt wird. Dieser „Knoten“, oder auch „Tor“, liegt auf dem Punkt zwischen den Augenbrauen. Wenn die Energie dieses Knotens gelöst ist und frei fließt, fühlen Sie sich frei von Zeit und Raum. Denn verbinden Sie sich mit der Zeitlosigkeit und der Einheit von Seele und göttlichem Wesen.
2 Zwerchfellschleuse - Uddhiyana Bandha
Die Muskeln Ihres Zwerchfells bilden eine körperliche und energetische Grenze zwischen Ihrem Herzen und Ihrem unteren Rumpf. Unterhalb dieser Grenze befinden sich die unteren Chakren, die mit jenem Verhalten verknüpft sind, das unbewusst und reagierend ist. Oberhalb dieser Grenze liegen die höheren Chakren, die mit dem bewussten Verhalten verbunden sind.
Praxis der Zwerchfellschleuse
Achten Sie darauf, dass Ihr Magen nicht voll ist. Wenden Sie die Schleuse nur an, wenn Sie vollständig ausgeatmet haben und halten Sie den Atem während der Ausführung aus. Sitzen Sie bequem und mit gerader Wirbelsäule. Atmen Sie tief ein und danach vollständig durch die Nase aus. Halten Sie den Atem aus. Ziehen Sie Ihre Bauchmuskeln, besonders den Bereich um den Bauchnabel, nach hinten in Richtung Ihres Rückgrates.
Halten Sie die Brust angehoben und achten Sie darauf, dass sie nicht in sich zusammenfällt. Drücken Sie die untere Brustwirbelsäule leicht nach vorne. Halten Sie die Schleuse 10 bis 60 Sekunden stark angezogen entsprechend Ihres Könnens ohne sich dabei übermäßig anzustrengen und halten Sie dabei einen konzentrierten Zustand der Ruhe aufrecht. Entspannen Sie die Schleuse, indem Sie die Bauchmuskeln entspannen und langsam einatmen.
Die Zwerchfellschleuse, Uddhiyana Bandha, unterstützt die Verdauung durch die Stärkung des Feuer-Elements, dem Element für Transformation in der Bauchregion. Dies hilft dem Herzzentrum, dem Herz Chakra, sich zu öffnen und die Energie fließen zu lassen. Wenn das Herz Chakra geöffnet ist, erwachsen Eigenschaften wie Empfindsamkeit, Mitgefühl und Freundlichkeit.
Der Knoten Vishnus
Wenn das Uddhiyana Bandha bewusst und korrekt angewandt wird, kommt es zur Auflösung des Knoten Vishnus. Der Knoten Vishnus liegt am Herz Chakra, im Bereich des Brustkorbs, des Herzens, der Lunge und der Thymusdrüse. Wenn die Energie in diesem Bereich nicht länger gestaut ist, sondern gelöst wird und fließen kann, dann können wir die Verspieltheit des Lebens spüren und den größeren kosmischen Plan entspannt überblicken.
3 Wurzelschleuse - Mula Bandha
Die Wurzelschleuse, Mula Bandha, ist eine kräftige Kontraktion von Muskeln und eine Stimulation von Energien. Sie hilft, sexuelle Energie in Kreativität und heilende Energie umzuwandeln. Die Wurzelschleuse wird oft am Ende von Übungen und Meditationen angewandt, um die heilenden und aufrichtenden Wirkungen zu versiegeln, und um die Sinne zu stabilisieren. Die Wurzelschleuse ist eine sanfte Bewegung, die aus drei Teilen besteht.
Praxis der Wurzelschleuse
Sitzen Sie bequem und mit gerader Wirbelsäule. Spannen Sie die Muskeln um den Anus herum an und fühlen Sie, wie die Muskeln sich nach oben und innen bewegen. Halten Sie diese Muskeln angespannt und spannen Sie nun die Muskeln im Bereich der Sexualorgane an. Sie werden dabei ein leichtes Anheben und ein nach Innen-Drehen des Schambeines verspüren, ähnlich dem Gefühl als wollten Sie den Urin zurückhalten.
Spannen Sie die unteren Bauchmuskeln an und ziehen Sie den Nabelpunkt zur Wirbelsäule. Wenden Sie diese drei Muskelkontraktionen in einer sanften, schnellen und fließenden Bewegung an und halten Sie die Spannung. Die Wurzelschleuse kann mit ein und ausgehaltenem Atem angewandt werden und wird manchmal durchgehend während einer Übung oder einer Meditation gehalten. Dies ist deshalb möglich, weil die für die Wurzelschleuse nötigen Muskeln nicht für die Atmung oder die Bewegung des Oberkörpers benötigt werden.
Die Wurzelschleuse mischt die Energien von Prana und Apana - die Energien, die erschaffen und jene, welche eliminieren. Durch das Vermischen dieser Energien wird ein Druck erzeugt, der dabei hilft, unsere Energie in einer maßvollen, stabilen und ausgeglichen Weise nach oben durch den physischen Körper und die Chakren zu leiten.
Der Knoten Brahmas
Wenn Sie Mula Bandha bewusst und richtig anwenden, wird das den Knoten Brahmas lösen. Der Knoten Brahmas befindet sich im Bereich des ersten Chakras am Anfang der Wirbelsäule. Wenn der Knoten gelöst ist und die Energie sanft fließt, dann fühlt man sich ausgeglichen und frei von Anhaftungen an Formen und Sinne.
4 Die große Schleuse – Maha Bandha
Die große Schleuse, Maha Bandha, besteht aus der gleichzeitigen Ausführung der drei Schleusen, wobei der Atem ausgehalten wird. Maha Bandha wird nach vielen Meditationen, Übungen, Atemübungen in verschiedenen Haltungen und mit verschiedenen Mudras (yogischen Handhaltungen) angewandt.
Wenn die große Schleuse bewusst und korrekt ausgeführt wird, tritt der Körper in einen heilenden Zustand des Gleichgewichts ein. Yogische Traditionen berichten davon, dass die heilenden Wirkungen dieser Schleuse bei Menstruationskrämpfen, Kreislaufproblemen und Besessenheit von mentalen Phantasien hilfreich ist.
Wir brauchen Disziplin, um die Blockaden zu überwinden, die uns von der Bewegung zu Bewusstheit und Freundlichkeit abhalten, damit wir unsere Bewegung hin zu einem empfindsamen Menschen fühlen können. Die Anwendung dieser Schleusen kann uns dabei helfen. Wenden Sie sie bewusst an, wenn es angezeigt ist und spüren Sie die Wirkungen.
Weiteres Wachstum
Während Sie diese grundlegenden Körperschleusen erlernen, spüren Sie in sich hinein, um zu erforschen, ob es Bereiche in Ihnen gibt, die verkrampfter sind oder sich stärker blockiert anfühlen als andere. Nehmen Sie sich die Zeit und meditieren Sie über die Wirkungen jeder Schleuse auf die körperlichen, psychologischen und energetischen Bereiche. Diese Praxis kann neue oder alte Aspekte von Körper, Geist und Energie enthüllen, die Beachtung oder Heilung brauchen. Erlauben Sie es den Körperschleusen, über längere Zeit wirksam zu sein, und machen Sie sie zu einem Teil Ihrer täglichen Yoga Praxis.
Das Üben der Bandhas
1.Atmen Sie ein, atmen Sie vollständig aus und ziehen Sie die Wurzelschleuse. Atmen Sie ein und entspannen Sie.
2.Atmen Sie tief ein, atmen Sie vollständig aus und ziehen Sie die Zwerchfellschleuse. Entspanne Sie die Schleuse und atmen Sie ruhig ein.
3.Ziehen Sie die Nackenschleuse und entspannen Sie sie wieder.
4.Wiederholen Sie die Übungen 1 bis 3 in einer fortlaufenden Folge. Ihr Körper wird schwitzen. Bei den ersten beiden Schleusen wird der Atem natürlich ausgehalten. Fahren Sie für 3 Minuten damit fort. Dies vermittelt einem die Fähigkeit, die Schleusen klar voneinander zu trennen. Man entwickelt außerdem ein Gespür dafür, wie sich die Energie in den pranischen Nadis (den Nervenkanälen) und der Wirbelsäule bewegt.
Weitere Infos im Internet
www.3ho.de
Text: Hari Kaur Khalsa
Yogische Energieschleusen zur Entwicklung innerer Stärke, Empfindsamkeit und Feinheit.
Eine empfindsame Person ist jemand, der die Fähigkeit hat, Intuition und Empfindsamkeit inmitten von Chaos zu benutzen; eine Person, die Entscheidungen treffen kann, die sich auf innere Werte gründen, und die in ihrem Leben das Licht und die Hoffnung mit der Welt teilt. Wenn über „unsere Evolution hin zu dem empfindsamen Menschen“ gesprochen wird, dann ist damit der wirkliche Kern unserer Praxis, der Kern unserer Handlungen und der Kern unserer Entwicklung als spirituelle Wesen in einem menschlichen Körper gemeint. Kundalini-Yoga enthält die Tiefe, uns dieser Evolution näher zu bringen.
Die Bandhas, oder die Schleusen, sind wesentlich im Kundalini-Yoga. Das Können und die innere Bewusstheit, die für die Anwendung der Körperschleusen nötig sind, zu erlernen und zu entwickeln, wird unsere Yogapraxis vertiefen und effektiver machen. Die Schleusen sind bestimmte Kontraktionen verschiedener zentraler Bereiche des Körpers und werden in vielen Kundalini-Yoga Meditationen und Kriyas benutzt.
Die richtige Anwendung dieser Schleusen wird uns dabei helfen, Blockaden aufzulösen, die den freien Fluss der Energie im physischen Körper, in den Chakren und in den feinstofflichen Körpern behindern. Durch einen stetigen Energiefluss können wir in unserem Leben Harmonie und Gleichgewicht etablieren, wir bekommen Zugang zu unseren inneren Werten, und wir können uns selbst mit Integrität darstellen. Die Körperschleusen erhöhen das Bewusstsein.
1 Nackenschleuse - Jalandhara Bandha
Die Nackenschleuse, Jalandhara Bandha, ist eine grundlegende Schleuse, die durchgehend während Kundalini-Yoga Übungen angewandt wird, es sei denn man bewegt den Kopf, zum Beispiel beim Kreisen des Kopfes oder wenn es ausdrücklich angesagt wird. Bei den meisten Pranayama Übungen und Meditationen wird die Nackenschleuse angewandt, ebenso beim Singen.
Ausführung von Jalandhara Bandha
Sitzen Sie bequem mit gerader Wirbelsäule. Heben Sie die Brust und das Brustbein etwas an. Strecken Sie die Rückseite des Nackens ein wenig, indem Sie das Kinn etwas in Richtung des Halses bringen. Halten Sie den Kopf gerade und mittig, ohne ihn nach links oder rechts zu neigen. Entspannen Sie die Muskeln von Gesicht, Nacken und Kehle so gut es geht.
Die Nackenschleuse wird automatisch ausgeführt, wenn Kinn und Brust in der richtigen Position zueinander stehen. Zwingen Sie den Kopf nicht nach vorne oder nach unten. Gewöhnlich strecken Anfänger im Yoga ihren Nacken während andere Teile ihres Körpers noch nicht flexibel genug sind. Wenn Sie die Nackenschleuse anwenden, erlauben Sie damit dem Nacken, sich zu öffnen und seine natürliche Struktur aufrechtzuerhalten. Dies wird Ihnen helfen, die Haltung der Wirbelsäule insgesamt zu verbessern. Außerdem versiegelt die Schleuse die Energie, die in den oberen Bereichen des Hirnstammes gebildet wird, so dass es einfacher wird, sich zu konzentrieren und zu meditieren.
Der Knoten Shivas
Jalandhara Bandha hilft den „Knoten Shivas aufzulösen“, wenn es bewusst und richtig angewandt wird. Dieser „Knoten“, oder auch „Tor“, liegt auf dem Punkt zwischen den Augenbrauen. Wenn die Energie dieses Knotens gelöst ist und frei fließt, fühlen Sie sich frei von Zeit und Raum. Denn verbinden Sie sich mit der Zeitlosigkeit und der Einheit von Seele und göttlichem Wesen.
2 Zwerchfellschleuse - Uddhiyana Bandha
Die Muskeln Ihres Zwerchfells bilden eine körperliche und energetische Grenze zwischen Ihrem Herzen und Ihrem unteren Rumpf. Unterhalb dieser Grenze befinden sich die unteren Chakren, die mit jenem Verhalten verknüpft sind, das unbewusst und reagierend ist. Oberhalb dieser Grenze liegen die höheren Chakren, die mit dem bewussten Verhalten verbunden sind.
Praxis der Zwerchfellschleuse
Achten Sie darauf, dass Ihr Magen nicht voll ist. Wenden Sie die Schleuse nur an, wenn Sie vollständig ausgeatmet haben und halten Sie den Atem während der Ausführung aus. Sitzen Sie bequem und mit gerader Wirbelsäule. Atmen Sie tief ein und danach vollständig durch die Nase aus. Halten Sie den Atem aus. Ziehen Sie Ihre Bauchmuskeln, besonders den Bereich um den Bauchnabel, nach hinten in Richtung Ihres Rückgrates.
Halten Sie die Brust angehoben und achten Sie darauf, dass sie nicht in sich zusammenfällt. Drücken Sie die untere Brustwirbelsäule leicht nach vorne. Halten Sie die Schleuse 10 bis 60 Sekunden stark angezogen entsprechend Ihres Könnens ohne sich dabei übermäßig anzustrengen und halten Sie dabei einen konzentrierten Zustand der Ruhe aufrecht. Entspannen Sie die Schleuse, indem Sie die Bauchmuskeln entspannen und langsam einatmen.
Die Zwerchfellschleuse, Uddhiyana Bandha, unterstützt die Verdauung durch die Stärkung des Feuer-Elements, dem Element für Transformation in der Bauchregion. Dies hilft dem Herzzentrum, dem Herz Chakra, sich zu öffnen und die Energie fließen zu lassen. Wenn das Herz Chakra geöffnet ist, erwachsen Eigenschaften wie Empfindsamkeit, Mitgefühl und Freundlichkeit.
Der Knoten Vishnus
Wenn das Uddhiyana Bandha bewusst und korrekt angewandt wird, kommt es zur Auflösung des Knoten Vishnus. Der Knoten Vishnus liegt am Herz Chakra, im Bereich des Brustkorbs, des Herzens, der Lunge und der Thymusdrüse. Wenn die Energie in diesem Bereich nicht länger gestaut ist, sondern gelöst wird und fließen kann, dann können wir die Verspieltheit des Lebens spüren und den größeren kosmischen Plan entspannt überblicken.
3 Wurzelschleuse - Mula Bandha
Die Wurzelschleuse, Mula Bandha, ist eine kräftige Kontraktion von Muskeln und eine Stimulation von Energien. Sie hilft, sexuelle Energie in Kreativität und heilende Energie umzuwandeln. Die Wurzelschleuse wird oft am Ende von Übungen und Meditationen angewandt, um die heilenden und aufrichtenden Wirkungen zu versiegeln, und um die Sinne zu stabilisieren. Die Wurzelschleuse ist eine sanfte Bewegung, die aus drei Teilen besteht.
Praxis der Wurzelschleuse
Sitzen Sie bequem und mit gerader Wirbelsäule. Spannen Sie die Muskeln um den Anus herum an und fühlen Sie, wie die Muskeln sich nach oben und innen bewegen. Halten Sie diese Muskeln angespannt und spannen Sie nun die Muskeln im Bereich der Sexualorgane an. Sie werden dabei ein leichtes Anheben und ein nach Innen-Drehen des Schambeines verspüren, ähnlich dem Gefühl als wollten Sie den Urin zurückhalten.
Spannen Sie die unteren Bauchmuskeln an und ziehen Sie den Nabelpunkt zur Wirbelsäule. Wenden Sie diese drei Muskelkontraktionen in einer sanften, schnellen und fließenden Bewegung an und halten Sie die Spannung. Die Wurzelschleuse kann mit ein und ausgehaltenem Atem angewandt werden und wird manchmal durchgehend während einer Übung oder einer Meditation gehalten. Dies ist deshalb möglich, weil die für die Wurzelschleuse nötigen Muskeln nicht für die Atmung oder die Bewegung des Oberkörpers benötigt werden.
Die Wurzelschleuse mischt die Energien von Prana und Apana - die Energien, die erschaffen und jene, welche eliminieren. Durch das Vermischen dieser Energien wird ein Druck erzeugt, der dabei hilft, unsere Energie in einer maßvollen, stabilen und ausgeglichen Weise nach oben durch den physischen Körper und die Chakren zu leiten.
Der Knoten Brahmas
Wenn Sie Mula Bandha bewusst und richtig anwenden, wird das den Knoten Brahmas lösen. Der Knoten Brahmas befindet sich im Bereich des ersten Chakras am Anfang der Wirbelsäule. Wenn der Knoten gelöst ist und die Energie sanft fließt, dann fühlt man sich ausgeglichen und frei von Anhaftungen an Formen und Sinne.
4 Die große Schleuse – Maha Bandha
Die große Schleuse, Maha Bandha, besteht aus der gleichzeitigen Ausführung der drei Schleusen, wobei der Atem ausgehalten wird. Maha Bandha wird nach vielen Meditationen, Übungen, Atemübungen in verschiedenen Haltungen und mit verschiedenen Mudras (yogischen Handhaltungen) angewandt.
Wenn die große Schleuse bewusst und korrekt ausgeführt wird, tritt der Körper in einen heilenden Zustand des Gleichgewichts ein. Yogische Traditionen berichten davon, dass die heilenden Wirkungen dieser Schleuse bei Menstruationskrämpfen, Kreislaufproblemen und Besessenheit von mentalen Phantasien hilfreich ist.
Wir brauchen Disziplin, um die Blockaden zu überwinden, die uns von der Bewegung zu Bewusstheit und Freundlichkeit abhalten, damit wir unsere Bewegung hin zu einem empfindsamen Menschen fühlen können. Die Anwendung dieser Schleusen kann uns dabei helfen. Wenden Sie sie bewusst an, wenn es angezeigt ist und spüren Sie die Wirkungen.
Weiteres Wachstum
Während Sie diese grundlegenden Körperschleusen erlernen, spüren Sie in sich hinein, um zu erforschen, ob es Bereiche in Ihnen gibt, die verkrampfter sind oder sich stärker blockiert anfühlen als andere. Nehmen Sie sich die Zeit und meditieren Sie über die Wirkungen jeder Schleuse auf die körperlichen, psychologischen und energetischen Bereiche. Diese Praxis kann neue oder alte Aspekte von Körper, Geist und Energie enthüllen, die Beachtung oder Heilung brauchen. Erlauben Sie es den Körperschleusen, über längere Zeit wirksam zu sein, und machen Sie sie zu einem Teil Ihrer täglichen Yoga Praxis.
Das Üben der Bandhas
1.Atmen Sie ein, atmen Sie vollständig aus und ziehen Sie die Wurzelschleuse. Atmen Sie ein und entspannen Sie.
2.Atmen Sie tief ein, atmen Sie vollständig aus und ziehen Sie die Zwerchfellschleuse. Entspanne Sie die Schleuse und atmen Sie ruhig ein.
3.Ziehen Sie die Nackenschleuse und entspannen Sie sie wieder.
4.Wiederholen Sie die Übungen 1 bis 3 in einer fortlaufenden Folge. Ihr Körper wird schwitzen. Bei den ersten beiden Schleusen wird der Atem natürlich ausgehalten. Fahren Sie für 3 Minuten damit fort. Dies vermittelt einem die Fähigkeit, die Schleusen klar voneinander zu trennen. Man entwickelt außerdem ein Gespür dafür, wie sich die Energie in den pranischen Nadis (den Nervenkanälen) und der Wirbelsäule bewegt.
Weitere Infos im Internet
www.3ho.de
09.02.2010
NEU!!! Assisting Twee Merrigan beim Airyoga München!!
Lust auf Prana Yoga Flow mit Senior Prana Flow Lehrerin Twee Merrigan??
http://www.tweeyoga.com/
Twee ist frisch und tiefgehende, jede Yoga-Stunde mit ihr eine Lehre über uns selbst und unser Yoga-Weg,
sie ist eine gute freundin,ein Beispeil und meine liebe Lehrerin in der Prana Flow weg!!
Eh MA DURGA!!!!!!!
Embodying the Flow - Prana Flow Intensive mit Twee Merrigan
Das 5-tägige Prana Flow Intensive "Embodying the Flow" vom 11. - 15. Februar 2010 legt das Fundament zu einer fortgeschrittenen Vinyasa Flow Yoga Praxis.
Die 30 Stunden Ausbildung wird von Twee Merrigan, einem Senior Teacher der weltbekannten Yogalehrerin Shiva Rea, unterrichtet und ist das zweite Modul der Prana Flow Yogalehrer Ausbildung von Shiva Rea.
Prana Flow Yoga ist ein revolutionärer Ableger des Vinyasa Flow Yoga, welches von Krisnamacharya's Ashtanga, Iyengar und Viniyoga abstammt. Prana Vinyasa Flow ist energetisch, kraftvoll und unterlegt jede Bewegung mit Prana (Lebensenergie & Bewusstsein).
Das Ausbildungsprogramm "Embodying the Flow" fokussiert sich sowohl auf die Theorie und die Praxis des Prana Flow Yoga. Zusätzlich werden Alignment (Ausrichtung), Integration von Pranayama, Bandhas und Asana behandelt. Kreative Yoga Sequenzen werden erarbeitet durch das Erlernen der "Wave Theory" und das thematische Zusammenstellen einer Yogaklasse. Sechs verschiedene Sonnengrüße, ein Mandala von 108 Asanas und zahlreiche "Mini-Vinyasa" wird Twee mit den Teilnehmern erarbeiten.
Twee Merrigan ist ein Senior Teacher des Prana Flow Yoga, einer transformierenden Fusion aus Hatha Yoga, Tantra und Ayurveda, die von Shiva Rea (www.shivarea.com) entwickelt wurde. Während Twee’s 3-jähriger “Soul Connection Tour” hat sie sich als “Global Citizen” dazu verpflichtet, sich aktiv in lokalen und globalen Projekten zur Unterstützung von benachteiligten Menschen zu engagieren. Sie spendet 5% aller Einnahmen aus ihren Workshops, Trainings und Klassen an hilfsbedürftige Organisationen. Ihre umfassenden Yogalehrer Ausbildungen absolvierte sie bei Yogiraj Alan Finger (ISHTA Yoga) in New York und bei Shiva Rea (Prana Flow Yoga) in Kalifornien. Twee hat in DVD-Produktionen von Shiva Rea und Be Yoga (Alan Finger) mitgewirkt. Mehr Informationen über Twee unter www.tweeyoga.com
Das Prana Flow Intensive findet an folgenden Zeiten bei AIRYOGA, Blumenstrasse 6, 80331 München, statt:
Donnerstag, 11. Februar 2010:
10:45 -12:45 Uhr: Masterclass: Initiating a Course of Action/ Standing Asanas
Freitag, 12. Februar 2010:
8:00 - 10:00 Uhr: Masterclass: Sustaining Power/ Balancing Asanas
12.15¬14:45 & 15:00 - 16:45 Uhr: Embodying the Flow Training
Samstag, 13. Februar 2010:
8:00 - 10:00 Uhr: Masterclass: Completion + Seamless Transitions/Heart Opening Asanas
13:45 – 16:45 Uhr: Embodying the Flow Training
Sonntag, 14. Februar 2010:
8:30 - 10:30 Uhr: Masterclass: Transformation/ Inversion Asanas & Meditation
12:30 - 16:45 Uhr: Embodying the Flow Training
Rosenmontag, 15. Februar 2010:
8:00 - 10:00 Uhr: Masterclass: Ride the Wave of Evolutionary Wave of Vinyasa Flow/ Prana Flow for Beginners
12:00 – 14:30 & 15:00 - 17:00 Uhr: Embodying the Flow Training
Teilnehmende an allen 30 Unterrichtsstunden erhalten ein Zertifikat. Die Masterclasses können unabhängig von der Ausbildung besucht werden. Sie eignen sich für Yogapraktizierende mit Erfahrung in Vinyasa Flow.
Twee unterrichtet auf Englisch.
Kosten gesamte Ausbildung (5 Tage – 30 Stunden): Euro 600
(Frühbucherpreis bei Buchung und Zahlung bis 28. Januar 2010: Euro 520)
Wir bitten um frühzeitige Anmeldung unter: muenchen@airyoga.com
Noeli Naima
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